Neuigkeiten rund um die Lang- und Mittelwelle

Über die Weihnachtstage schwieg die Bremer Mittelwelle 936 kHz infolge eines großflächigen Stromausfalls. Der Grund hierfür sollen die extremen Wetterverhältnisse (Eisregen, etc.) um den 24./25.12. gewesen sein. Betroffen hiervon waren auch die Bremer UKW-Frequenzen, die jedoch schon wenige Stunden später wieder 'on air' gewesen sind. Die 936 kHz ist jedoch erst seit heute wieder zu empfangen. /h.s. 27.12.02

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In den vergangenen Tagen wurden auf Mittelwelle 702 kHz vom Sender Jülich (Nordrhein-Westfalen) Testsendungen beobachtet. Es handelte sich sowohl um Musikprogramme ohne jegliche Ansagen als auch um zeitweise Programmübernahmen von Mega-Radio. Zur Erinnerung: Diese Frequenz war zusammen mit der Mittelwelle Nordkirchen 855 kHz ursprünglich VIVA-Radio zugewiesen, einem Gemeinschaftsprojekt von VIVA mit Radio NRW, dem Rahmenprogrammanbieter der Lokalstationen in Nordrhein-Westfalen. Im September hatte VIVA jedoch erklärt, dieses Vorhaben als "zu riskant" nicht weiter zu verfolgen (siehe die Meldungen vom 23.03. und 15.09.). Über die Hintergründe der aktuellen Tests auf 702 kHz ist nichts konkretes zu erfahren gewesen. /h.s. 12.12.02

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Nachtrag zur Meldung vom 06.11.02:
Der BBC-Worldservice ist jetzt auch wieder tagsüber (unregelmäßig) auf der MW 1296 kHz zu hören.
Die beste Frau von Allen, Petra Schulz, wird heute 40. Es ist schön, mit Dir zu leben! /h.s. 23.11.02

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Der niederländische Privatsender Radio Nationaal hat seine Sendungen über die englische Mittelwelle 1296 kHz zum 01.11.2002 eingestellt. Begründet wurde dies damit, nach aktuellen Entwicklungen bei der Neuordnung der niederländischen UKW-Landschaft keine Aussicht mehr zu sehen, durch eine Fortführung der Mittelwellensendungen bessere Chancen auf eine Zuweisung von UKW-Frequenzen zu haben.
Derzeit läuft auf der 1296 kHz nur noch etwa zwischen 20.30 und 22.00 Uhr UTC das Programm des BBC-Worldservice, ansonsten herrscht auf dieser Frequenz Funkstille. Betrieben wird dieser 500 kW starke Sender zusammen mit 648 kHz aus Orfordness in der Nähe von Ipswich (Quelle: radioeins-amnews)

In vielen Hörfunkplänen ist vermerkt, dass die Sendeleistung der Mittelwelle 1422 kHz (Heusweiler bei Saarbrücken), derzeit genutzt vom DLF Köln, abends von 600 kw auf 200 kW herabgesetzt wird. Nach Auskunft der Sendetechnik des Saarländischen Rundfunks, der diesen Sender nach wie vor besitzt, wird 24 Std. durchgehend mit 600 KW gesendet. /h.s. 06.11.02

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Besucher des Tages der offenen Tür beim Sender Ismaning erfuhren es schon dort: Zum 01.01.2003 wird der Kurzwellensender München-Ismaning (6085 kHz) seinen Betrieb einstellen. Laut BR sind Kostengründe dafür ausschlaggebend. Allerdings hat man signalisiert, dass der Sender für künftige DRM-Programme reaktiviert werden soll.
Der Offene-Türen-Tag in Ismaning war einer der wenigen Gelegenheiten, das Innenleben eines Rundfunksenders kennenzulernen. Zur Feier des Tages sendete man auf der MW 585 kHz mit 90 Watt Leistung ein Sonderprogramm, das wohl noch in Salzburg schwach zu hören gewesen sein soll.

Ein weiterer italienischer MW-Sender wurde stillgelegt: Der Sender Terra Rossa bei Florenz (Programm Radiodue auf 1035 kHz) wurde am 22.08.2002 abgeschaltet, um die Sendeanlagen auf den neuesten Stand zu bringen. Anscheinend kam es hier zu den gleichen Problemen, wie beim Sender Santa Palomba (siehe Info vom 06.04.02). Auf der Internet-Site www.raiway.rai.it hat man die geschätzte Hörerschaft auf die UKW-Sender vonRadiodue in der Region hingewiesen. Es scheint also auch hier länger zu dauern... /h.s. 24.09.02

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Nachtrag zur Info vom 12.09.02:
Ich habe mal die französischen MW-Frequenzen gecheckt und festgestellt, dass France Info trotz anderslautender Info auch auf 945 kHz sendet. Auf 864 und 1278 kHz hört man nach wie vor das Programm France Bleue, während besonders auf der 1494 kHz ein wunderschönes Konglomerat aus beiden Programmen vernehmbar ist.

Das Projekt Viva Radio ist erst einmal ad acta gelegt worden. Der Plan, gemeinsam mit Radio NRW auf MW-Sendern in Nordrhein-Westfalen und Berlin (siehe Info vom 23.03.02) eine Jugendwelle zu starten, ist wohl derzeit zu riskant. Viva gab unakzeptable Forderungen des Vertragspartners Radio NRW als Grund dafür an, warum die Verträge nicht unterschrieben wurden. Was jetzt aus den Frequenzen 702, 855 und 891 kHz wird, die schon an die Betreibergesellschaft 'VIVA-Radio' vergeben wurde, ist unklar.
(Quelle: Der Kontakter) /h.s. 15.09.02

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Seit dem 02.09.2002 überträgt Radio France auf einem Teil seiner Mittelwellen das Programm France Info, und zwar auf den Frequenzen 603, 711, 792, 837, 1206, 1242, 1377 und 1557 kHz. Auf 864, 945 und 1278 kHz ist weiterhin France Bleue zu hören, das im Gegensatz zu France Info nur über wenige UKW-Frequenzen verfügt und deshalb durch den Verlust zahlreicher Mittelwellen erheblich an Reichweite einbüßte. Für die von mehreren Standorten belegten Frequenzen 1404 und 1494 kHz wurde die Verbreitung beider Programme gemeldet. (Quelle: Dave Kenny / DX Listening Digest/radioeins-amnews) /h.s. 12.09.02

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Der Hörerservice des Deutschlandradios teilte mir mit, dass der DLF-Sender Aholming aufgrund von Wartungs- und Turmprüfungsarbeiten vom 05.-10.09.02 in der Zeit von 7 Uhr bis 20 Uhr abgeschaltet wird. /d-radio und h.s. 05.09.02

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Seit 01.08.02 strahlt auf LW 171 kHz nach langjähriger Pause wieder Radio Rossii über den Sender Bolshakovo bei Kaliningrad (Königsberg) sein Programm aus, allerdings mit verminderter Leistung.
Der irische Sender "TEAMtalk" auf LW 252 kHz, der erst Ende Februar als Nachfolger des Popsenders "Atlantic 252" auf Sendung ging, hat sein Programm am 31.07.02 wegen mangelndem Erfolg eingestellt. Die staatliche irische Sendeanstalt RTE hat die Anteile von TEAMtalk übernommen. Wie es heisst, will entweder RTE selber ein Programm auf dieser Welle ausstrahlen, oder es wird ein neuer Anbieter für die "TEAMtalk Media Group" einspringen. Wer dies sein soll: Mer waas es net!
Am heutigen Nachmittag war auf der MW 1017 kHz zeitweise wieder das Programm "SWR 1 Rheinland-Pfalz" zu hören. /h.s. 16.08.02

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Nachtrag zur Info vom 06.05.02:
Auf Anfrage teilte Radio Bremen mit, dass die nächtliche Reduzierung der Sendeleistung der Frequenz 936 kHz auf 10 kW seit längerem nicht mehr praktiziert wird. Man sendet jetzt durchgängig mit 50 kW, was die beobachteten Empfangsverbesserungen im Rhein-Main-Gebiet erklärt. /rb und h.s. 15.08.02

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Am 1.8. ging in München MEGA-Radio auf der Frequenz 945 kHz mit 1kW in Betrieb. Sofern das jemand bestätigen kann, bitte ich um Nachricht, da ich hier in Frankfurt nur France Bleu Toulouse hereinbekomme.

Auf den MW-Sendern Heidelberg, Heilbronn und Ulm (alle 711 kHz) wird seit Wochenbeginn ebenfalls das Programm "SWR Cont.Ra" ausgestrahlt. /h.s. 07.08.02

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Die Freude währte nur kurz: am 10.07.02 war RTL-Radio wieder europaweit zu hören. Für einen Tag wurde die KW-Frequenz 6090 kHz reaktiviert. Laut RTL soll getestet werden, ob Interesse an einer internationalen Präsenz des Senders besteht. Parallel zur Testsendung wurde eine Umfrage in Internet hierzu gestartet (unter www.rtlradio.de). Ich hoffe, dass man hiervon regen Gebrauch macht, da mir durch die Testsendung bewusst wurde, was beim Rundfunkfernempfang fehlt: ganz einfach RTL!!! /h.s. 12.07.02

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Die Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt hat entschieden: Die Frequenz 261 kHz (Burg b. Magdeburg) wird an die Europäische Rundfunk- und Fernseh GmbH (Betreiber von Europe 1) vergeben. Es ist ein deutschsprachiges Programm geplant, das mittelfristig auch digital ausgestrahlt werden soll. Sofern dann jemand im Besitz eines entsprechenden digitalen Empfängers sein sollte, kann er/sie hier annähernd HiFi-Qualität auf LW empfangen. Für die analoge Mehrheit bleibt es seit der Abschaltung von Radioropa 2.6.1 beim bestens bekannten Rauschen auf dieser Welle, gelle? /h.s. 03.07.02

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Seit dem 01.07.2002 strahlt der SWR ein neues Hörfunkprogramm aus, "SWR Cont.Ra" ("Contentradio"). Das neue Hörfunkangebot wird über die Mittelwellen des Südwestrundfunks, über Astra Digitalradio sowie über DAB (Digital Audio Broadcasting) übertragen. Vorerst werden folgende Mittelwellenfrequenzen genutzt:
Baden-Baden, 1485 kHz (1kW)
Bodenseesender, 666 kHz (150kW)
Mühlacker, 576 kHz (100kW)
Rheinsender, 1017 kHz (100kW)

Ab ca. Mitte Juli kommen zusätzlich auch die Mittelwellen Heidelberg-Dossenheim, Heilbronn-Obereisesheim und Ulm-Jungingen, (Gleichwellensendernetz auf 711 kHz mit jeweils 5kW) dazu, über die zur Zeit noch SWR 1-Baden-Württemberg zu hören ist. Die Freiburger Mittelwelle 828 kHz (10kW) wird auch künftig SWR 4 Radio Breisgau ausstrahlen.
Das Programm besteht hauptsächlich aus Nachrichten, Hintergrundberichten, Interviews, Kommentaren und Hörfunkfeatures. Genauso wie bei den anderen öffentlich-rechtlichen Informationsprogrammen wird Interessantes und Wissenswertes, was für die Hörfunkprogramme des SWR und anderer ARD-Anstalten bereits produziert wurde, erneut oder in anderem Programmumfeld zu hören sein. Fester Bestandteil des Programmes sind die täglichen Sendungen für ausländische Hörer/innen zwischen 19.00 und 22.00 Uhr. Das Nachtprogramm von 22.00 bis 6.00 Uhr übernimmt SWR Cont.Ra von infoRADIO (SFB/ORB).
(SWR Homepage, Mobis Gästebuch via
www.sender-tabelle.de, h.s. 01.07.02)

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Nachtrag zur Info vom 09.05.02:
Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk in Kassel hat für den Hörfunk die Mittelwellenfrequenz 1080 kHz in Frankfurt ausgeschrieben. Die Frequenz habe eine Leistung von fünf Kilowatt und versorge das Rhein-Main-Gebiet, teilte die Landesanstalt gestern mit. Sie könne in analoger Technik genutzt werden. Das Hessische Privatrundfunkgesetz schreibt für die Nutzung von Mittelwellenfrequenzen kein bestimmtes Programmformat vor. Laut Landesanstalt sind daher alle Veranstalter bundesweit verbreiteter privater Radioprogramme aufgerufen, sich bis zum 12. August um die Frequenz zu bewerben. Sollten mehrere Anbieter konkurrieren, bekomme derjenige den Zuschlag, der 'am ehesten zur programmlichen Vielfalt beitragen wird', hieß es weiter. (FAZ 14.06.02)

Hier handelt es sich um den Sender Oberursel-Weißkirchen, der ja schon für AFN-Frankfurt (873 kHz) genutzt wird. Wie die LPR Hessen weiter ausführt, wird es nur einen Tagbetrieb geben. Näheres kann auf der Homepage der LPR Hessen unter www.lpr-hessen.de nachgelesen werden. /h.s. 14.06.02

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WDR 2 wird sein Publikum über alle Spiele in Korea und Japan sowie über alle Hintergründe und Fakten rund um die Fußballweltmeisterschaft auf dem Laufenden halten. Im WDR 2-UKW-Programm werden die Höhepunkte der Spiele der deutschen Elf sowie die spannenden Schlussphasen der 1. und 2. Halbzeit zu hören sein. Zusätzlich werden alle deutschen Spiele (Vorrunde und Achtel- und Viertelfinale) sowie das Halbfinale und das Finale live in voller Länge auf Mittelwelle (Bonn 774 kHz und Langenberg 720 kHz)übertragen. WDR 2 wird täglich in einem WM-Spezial (16.30 - 17.00 Uhr) über alle Neuigkeiten, Tore, Fakten und Hintergründe von der WM berichten. Weitere Schwerpunktsendungen zur Fußball-WM in der "WDR 2 Sportzeit" (Mi. und Fr. 19.00-22.00 Uhr, Sa. 15.00-18.00 Uhr, So. 18.00-20.00 Uhr) vor. Als Fußball-Fachmann im Studio hat die Redaktion Schalke-Star Olaf Thon angeheuert. (Radiojournal/29.05.02)

Auch andere Sender übertragen diese Spiele live und ungekürzt auf ihren Mittelwellensendern, wie z.B. "bremen eins" (936 kHz), SWR 1 (576 und 1017 kHz) und "hr chronos" (594 kHz). /h.s. 31.05.02

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Der Sender Burg/Magdeburg von MEGA-Radio (1575 kHz) sendet im Nachtbetrieb jetzt mit 500 kW Leistung. Tagsüber soll es bei den bisherigen 10 kW bleiben. Der Sender kann nachts in Frankfurt mit starkem Signal gehört werden; der auf dieser Frequenz bislang dominierende Sender Genua von RAI Radio 1 (50 kW) ist nur noch mit erhöhtem Aufwand zu empfangen.
Die derzeit aktuelle Senderbelegung von MEGA-Radio:
576 kHz (250 kW) Schwerin-Wöbbelin
630 kHz (100 kW tagsüber/20 kW nachts) Braunschweig-Königslutter
693 kHz (200 kW) Oranienburg b. Berlin
738 kHz (5 kW) Stuttgart-Hirschlanden
1017 kHz (5 kW) Putbus/Rügen
1116 kHz (5 kW) Chemnitz-Geyer
1431 kHz (250 kW tagsüber/150 kW nachts) Dresden-Wilsdruff
1440 kHz (300 kW - 6-19 Uhr MEZ) Marnach/Luxemburg
1575 kHz (10 kW tagsüber/500 kW nachts) Burg b. Magdeburg
Geplant sind außerdem noch folgende Sender: 819 kHz (Regensburg/5 kW), 945 kHz (München und Nürnberg; je 1 kW), 981 kHz (Augsburg/5 kW), 1386 kHz (Würzburg/5 kW). Ganz finster hingegen sieht es im Moment für die ebenfalls geplante Aufschaltung des Senders Oberursel -Weißkirchen bei Frankfurt (1080 kHz/5 kW) aus, da die polnische Station Radio Racija auf der gleichen Frequenz einen 750 kW-Sender betreibt, der durch die Signale aus Frankfurt eventuell beeinträchtigt werden könnte. Deswegen wurde durch Polen einstweilen gegen die Frequenzzuteilung Widerspruch eingelegt. (Anmerkung: Der Widerspruch ist nicht nachvollziehbar, da der polnische Sender unregelmäßig und vorzugsweise in Richtung Weissrussland sendet. Dort kann mit Sicherheit kein Kleinsender aus dem Südwesten Deutschlands irgendwelche Programme stören. Eher noch hätte der Südwestrundfunk die massiven Störungen seines auf 576 kHz sendenden Programmes SWR 1 durch MEGA-Radio zum Gegenstand eines Widerspruchsverfahrens machen können, denn der Wellensalat, der seit Inbetriebnahme von MEGA-Radio hier herrscht, erinnert fatal an die gezielten Störungen aus DDR-Zeiten und kann nicht im Interesse der betroffenen Sender sein) /h.s. 09.05.02

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Auf der MW 936 kHz strahlt Radio Bremen (RB) seit 01.05.02 wieder das Programm "bremen eins" mit einer Sendeleistung von 50 kW aus. Das bislang dort zu hörende Programm "Funkhaus Europa" konnte, aufgrund der abgeschlossenen Umorganisation von RB, freigewordene UKW-Frequenzen belegen. Bremen eins ist neuerdings am Standort des Verfassers abends mit gutem Signal zu hören; was vermuten lässt, dass die bislang zu beobachtende verminderte Sendeleistung im Nachtbetrieb (10 kW) nicht mehr in dieser Form besteht. /h.s. 06.05.02

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Der Sender Santa Palomba bei Rom von RAI Radio 2 (846 kHz/540 kW) wurde aufgrund eines Gerichtsbeschlusses zu Beginn des Monats März 2002 abgeschaltet. Da es sich hier um einen der stärksten MW-Sender Italiens handelte, sind die Empfangsmöglichkeiten für italienische Sender nicht mehr ganz so optimal. Grund für die Abschaltung sind offensichtlich Verstöße gegen geltende Strahlenschutzbestimmungen, die von der betagten Sendeanlage nicht mehr zu erfüllen waren. Das ebenfalls vom Sender Santa Palomba abgestrahlte Programm RAI Radio 1 (1332 kHz) wurde aus den gleichen Gründen in seiner Sendeleistung drastisch reduziert und bläst statt bisher 300 kW zur Zeit noch höchstens 150 kW in den Äther. Die verminderte Sendeleistung ist deutlich wahrzunehmen.
Als Ersatz für die 846 kHz sendet Radio 2 jetzt auf 1107 kHz; diese Frequenz wurde bislang von Radio 3 genutzt und sendet von einem anderen Standort (Monte Ciocci) aus. Da dieser Sender jedoch nur mit einer Leistung von 6 kW "gefahren" wird, dürfte er nur im näheren Umkreis der italienischen Hauptstadt zu hören sein. Die ganze Aktion soll nur für eine Übergangszeit gelten, bis andere Lösungen (wahrscheinlich Neubau einer Sendestation) gefunden wurden. Wer des Italienischen mächtig ist, kann die Hintergründe hierzu auch auf
www.raiway.rai.it nachlesen.

Das internationale Nachtprogramm "Notturno Italiano" wird demzufolge seit März von folgenden MW-Stationen ausgestrahlt:
Neapel 657 kHz (150 kW), Mailand 900 kHz (600kW), Rom 1332 kHz (ca. 150 kW). /h.s. 06.04.02

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Der Sendestart von VIVA-Radio, der schon längst hätte erfolgen sollen, verzögert sich weiter... Eigentlich war für März 2002 fest zugesagt, auf MW 702 und 855 kHz in NRW sowie 891 kHz im Raum Berlin (alle mit 5 kW Leistung) mit den Sendungen dieses Jugendprogamms zu beginnen. Viel genaues weiss man nicht und wir üben uns weiter in Geduld. /h.s. 23.03.02

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RTL-Radio auf Mittelwelle ist Geschichte! Nachdem schon seit Anfang 2001 der Jugendsender MEGA-Radio in der Zeit von 06.00 - 19.00 Uhr MEZ auf der MW 1440 kHz sendet, hat CLT, die Muttergesellschaft von RTL, zu Beginn diesen Jahres völlig überraschend die Sendezeiten von 20.00 bis 23.00 Uhr an Radio China International vermietet, das hier (zusätzlich zur KW) sein Auslandsprogramm in Französisch, Deutsch und Englisch verbreitet. Die diversen religiösen Programmbestandteile auf der 1440 sind offenbar nicht geändert worden und bis auf eine knappe halbe Stunde ab 19.00 Uhr MEZ ist nix mehr mit Oldies! Immerhin: Zum Sendeschluss um 23.00 Uhr verabschiedet sich der Sender noch mit der Erkennungsmelodie "Happy Luxembourg" von James Last! (Auf UKW und Satellit ist RTL-Das Oldie-Radio nach wie vor zu hören). /h.s. 08.03.02

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Die seit Anfang 2001 schweigende Burger LW- Frequenz 261 kHz (früher: Radioropa 2.6.1) wurde vom Landesrundfunkausschuß für Sachsen-Anhalt neu ausgeschrieben. Aussichtsreichster Bewerber ist, neben einem Countrysender, die Europäische Rundfunk- und Fernseh-GmbH, die bereits auf der LW 183 kHz via Saarlouis das Programm Europe 1 in Französisch verbreitet. Mal sehen, was unsere französischen Freunde hier vorhaben. /h.s. 08.03.02

 


Nachdruck/Weitergabe nur mit Quellenangabe und Genehmigung des Verfassers. ©Heinz Schulz 08.03.2002