AM-News 2015
Diese Rubrik widmet sich hauptsächlich den Entwicklungen auf Lang- und Mittelwelle in Deutschland und den angrenzenden Ländern.
Neuigkeiten aus aller Welt findet ihr unter anderem auf www.mediumwave.info .

Für Informationen, die hier veröffentlicht werden sollen, bin ich dankbar. Mailt bitte an: schh@freenet.de 
Für Nachrichten aus den vergangenen Jahren bitte auf Archiv klicken.

 

30.12.15
Tschechische Republik:
Auch unser östlicher Nachbar verabschiedet sich von einem Großteil seiner Mittelwellen, wie heute verschiedene Internetforen berichten. Der Tschechische Rundfunk (CRo) schaltet zum 05.01.2016 den Großsender Liblice (639 kHz; 750 kW) sowie die Frequenz 954 kHz, die von drei Standorten, darunter Brno und Karlovy Vary, betrieben wird (und hier abends/nachts einen schönen Echo-Effekt liefert), ab. Ebenfalls abgeschaltet wird der Sender Moravske Budejovice auf 1332 KHz (20 kW). Einzig der ebenfalls auf 639 kHz mit 30 kW arbeitende Sender Ostrava bleibt noch in Betrieb. Inwieweit die Langwelle 270 kHz ebenfalls von dieser Abschaltung betroffen ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Die privaten Anbieter Country Radio, Radio Dechovka und Impuls sind von den Abschaltplänen nicht betroffen.

13.12.15
Deutschland:
Jeweils zur vollen Stunde werden nun auf den Mittelwellen des Deutschlandfunks Hinweise auf deren Abschaltung am 31. Dezember 2015 eingeblendet. Für die Frequenzen 549, 756 und 1422 kHz, die bislang die UKW-Zuführung des Deutschlandfunks übernahmen, ist eigens hierfür noch einmal ein separater Satellitenweg eingerichtet worden. (Quelle: rbb-Medienmagazin)

Ich habe mal eine Zusammenfassung der zum Jahresende von der Abschaltung betroffenen Mittelwellensender in Deutschland/Frankreich/Luxemburg erstellt, die eurer Kenntnis dienen soll:

549 kHz (D) Thurnau und Nordkirchen; je 100 kW – Deutschlandfunk
603 kHz (F) Lyon 300 kW – France Info
711 kHz (F) Rennes 300 kW – France Info
756 kHz (D) Ravensburg und Scheppau; 100/200 kW – Deutschlandfunk
864 kHz (F) Paris 300 kW – France Bleu
1179 kHz (D) Heusweiler 10 kW – antenne saar
1206 kHz (F) Bordeaux 300 kW – France Info
1242 kHz (F) Marseille 150 kW – France Info
1269 kHz (D) Neumünster 300 kW – Deutschlandfunk
1278 kHz (F) Séléstat 300 kW – France Bleu Elsass
1377 kHz (F) Lille 300 kW – France Info
1404 kHz (F) Brest/Dijon/Grenoble 20/5 kW – France Info
1404 kHz (F) Ajaccio 20 kW – France Bleu Frequenza Mora
1422 kHz (D) Heusweiler 400 kW – Deutschlandfunk
1440 kHz (LUX) Marnach 300 kW – RTL Radio/China Radio Int./Relig. Programme
1494 kHz (F) Clermont-Ferrand 20 kW – France Info
1494 kHz (F) Bastia 20 kW – France Bleu Frequenza Mora
1557 kHz (F) Nice 300 kW – France Info

30.11.15
Deutschland (Bayern):
Die AFN-Mittelwelle in Vilseck soll mehreren Berichten und Empfangsbeobachtungen zufolge wieder auf Sendung sein, allerdings nicht in der zuvor gewohnten Signalstärke. Bei mir selbst in Frankfurt ist AFN nicht aus dem vielfältigen Soundbrei auf der 1107 kHz herauszuhören, bestenfalls können diverse Stationen von RNE 5 aus Spanien identifiziert werden.

23.11.15
Deutschland (Bayern):
Seit dem 20.11.2015 schweigt auch die AFN-Mittelwelle Vilseck 1107 kHz. Der Sender wurde im Lauf des Tages abgeschaltet. Nun ist AFN nur noch über den Sender Mönchengladbach auf 1143 kHz empfangbar; fragt sich nur noch, wie lange.

Die erstaunlichste Frau der Welt wurde heute 53 Jahre alt. Fast dreißig Jahre davon durfte mit ihr zusammen erleben.

15.11.15
Polen:
Polskie Radio hat seine Langwellenfrequenz 225 kHz am 2. November 2015, 9.00 Uhr Ortszeit, für den gesamten Zeitraum bis zum 22. November, 20.00 Uhr, abgeschaltet. Begründet wird dies mit der Montage einer DAB-Antenne sowie umfangreichen Wartungsarbeiten an der Sendeanlage. (Quelle: rbb-Medienmagzin)

07.10.15
Luxemburg:
Wie die Luxemburger Zeitung "Das Wort" in ihrer Ausgabe vom 03.10.2015 berichtet, sollen spätestens zum 1. April 2016 die Radiosendeanlagen bei Marnach endgültig der Vergangenheit angehören. Dies bestätigte Kommunikationsminister Xavier Bettel dieser Tage in seinem Antwortschreiben auf eine parlamentarische Anfrage der CSV-Nordabgeordneten Emile Eicher und Marco Schank. Wie Bettel weiter ausführt, habe sich RTL/CLT-Ufa in einem entsprechenden Abkommen dazu engagiert, die Sendetätigkeit spätestens bis zum 31. Dezember dieses Jahres einzustellen und die Anlagen anschließend innerhalb von drei Monaten komplett abzubauen. Die Betreibergesellschaft habe diese Vorgehensweise zuletzt nochmals gegenüber dem Ministerium bestätigt. Zwei Sendemasten waren bereits vor einigen Monaten entfernt worden, so das Blatt.
Über den Sender Marnach werden derzeit noch neben Programmbestandteilen von RTL umfangreiche deutsprachige Programme von China Radio International (CRI) auf MW 1440 kHz übertragen. Über die Zukunft der CRI-Sendungen kann bestenfalls spekuliert werden. Eine geplante Anmietung der Sendeanlage in Heusweiler (1422 kHz) durch RTL/CLT dürfte sich erübrigt haben, da CRI konsequent auf die MW-Verbreitung seiner Fremdsprachenprogramme verzichtet und die Ausstrahlungen via Finnland (963 kHz), der Schweiz (558 kHz) und zuletzt Monaco (702 kHz) eingestellt hat.

27.09.15
Deutschland (Bayern):
Wie angekündigt, wird der BR am 30.09.2015 seine Mittelwellensender abschalten. Zumindest auf der MW 801 kHz werden kurz vor der vollen Stunde Hinweise auf die bevorstehende Abschaltung der Mittelwelle in das laufende Programm eingeblendet.

Deutschland: Eine von Harald Kuhl in mediumwave.info veröffentlichte Mitteilung veröffentliche ich auch hier weiter und möchte sie als Aufruf zum Mitmachen verstanden wissen. Es wird bald sehr einsam auf der Mittelwelle werden:

"Beim Deutschlandradio bereitet man sich und seine Hörer derzeit auf die Abschaltung der noch verbliebenen Mittelwellen zum Jahresende 2015 vor. Im Editorial der September-Ausgabe des monatlich von der Station herausgegebenen Programmheftes beschäftigt sich Chris Weck, Hauptabteilungsleiter Technik und Infrastruktur des öffentlich-rechtlichen Radiosenders, unter der Überschrift „Es war einmal ... Radio über Mittelwelle“ mit diesem Thema.
Demnach fiel der Startschuss für den Mittelwellen-Rundfunk in Berlin am 29.10.1923, als aus dem Vox-Haus das erste Hörfunkprogramm in Deutschland mit einer Sendeleistung von 250 W ausgestrahlt wurde. Doch die Zeit bleibe nicht stehen und so stellte im September 2013 Deutschlandradio Kultur seine Aussendung auf der Mittelwelle 990 kHz ein. Der 160 m hohe Sendemast in Berlin-Britz wurde erst im Sommer 2015 gesprengt; wir berichteten.
„Jetzt läuft der Countdown“, schreibt Weck weiter: „Am 31.12.2015 werden die letzten Mittelwellensender in Deutschland abgeschaltet, die das Programm Deutschlandfunk ausstrahlen.“ Grund sei die effizientere und energiesparende Digitalradiotechnik.
Die zum Jahresende aufgegebenen Frequenzen erwähnt er in seinem Editorial aber nicht: 549 kHz mit je 100 kW aus Nordkirchen und Thurnau, 756 kHz mit 200 kW aus Königslutter und 100 kW aus Ravensburg, 1269 kHz mit 300 kW aus Neumünster, 1422 kHz mit 400 kW aus Heusweiler.
Damit ende für Deutschland eine über 90 Jahre währende Ära der analogen Verbreitung amplitudenmodulierter Rundfunksignale. Dazu sei angemerkt, dass dies so nicht stimmt: Über die Kurzwellen-Sendestelle Nauen kommen weiterhin AM-Sendungen und die in Deutschland privat betriebenen KW-Stationen sind ebenfalls auch im kommenden Jahr aktiv.
So sang und klanglos wie etwa beim NDR oder beim WDR will man seine Mittelwellen beim Deutschlandradio aber nicht aufgeben. Vielmehr, so Weck, möchte der Sender „das Ende dieser analogen Radiotechnik“ zum Ende des Jahres mit speziellen Radioprogrammen begleiten „und zurückblicken auf die Geschichte und die seinerzeit revolutionäre Technik, die ganz neue Möglichkeiten bot.“ Zeitzeugen sollen bei dieser Gelegenheit ebenso zu Wort kommen, wie „Experten der neuen Medienverbreitung“ mittels Digitalradio,
also DAB+.
Für diese Sendungen wünscht sich Chris Weck die Beteiligung von Hörern und er ruft daher in seinem Editorial auf: „Teilen Sie uns Ihre außergewöhnlichen Erfahrungen mit der Lang-, Mittel- oder Kurzwelle mit. Auch über Aufzeichnungen von interessanten Sendungen oder Fotos freuen wir uns sehr.“
Zuschriften müssen den Sender bis spätestens 31.10 2015 über diese Postanschrift erreicht haben: Deutschlandradio, Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin. Außerdem kann man sich per E-Mail an mittelwelle@deutschlandradio.de oder über Facebook unter dem Stichwort „Mittelwelle“ mit einem Beitrag an die Redaktion wenden.
Zwar ermuntert Weck die Radiohörer in seinem Editorial nicht ausdrücklich dazu, auch ihre Meinung zur Entscheidung einer kompletten Abschaltung der weit reichenden Mittelwelle zu äußern – doch wer wollte uns daran hindern?"

21.09.15
Schweiz:
Die Gemeinde der evangelisch-reformierten Kirchen der Schweiz in Wildberg (Kanton Zürich) wird im Rahmen ihrer Jugendarbeit vom 24. bis 27. September 2015 einen temporären Hörfunksender betreiben.
Für dieses Projekt unter dem Namen „Wildmountain“ soll nicht nur eine UKW-Frequenz eingesetzt werden, sondern auch die Mittelwelle 1566 kHz, über die bis 1992 nächtens das Programm des Schweizer Radios DRS und 1996/1997 das Volksmusikprogramm Radio Eviva ausgestrahlt wurde. In Aussicht gestellt ist diesmal jedoch nur eine Sendeleistung von maximal 1 kW. Damit bleibt abzuwarten, wie weit sich das Signal überhaupt gegen die Mitbelegung der Frequenz aus Den Haag (Vahon Hindustani Radio) durchsetzen kann.

09.09.15
Deutschland (Bayern):
Seit Monatsanfang sind die drei auf MW 1485 kHz aktiven Sender von AFN Bavaria abgeschaltet worden. Konkret handelt es sich um die Standorte Ansbach, Hohenfels bei Regensburg und Garmisch (jeweils 0,3 kW Sendeleistung). Damit hat AFN nur noch die MW-Sender Mönchengladbach (1143 kHz) und Vilseck (1107 kHz) auf Mittelwelle in Betrieb, wobei es nur noch eine Zeitfrage sein dürfte, wann auch hier die Lichter ausgehen.

05.09.15
Niederlande:
Kurz nach Abschaltung des MW-Senders Lopik wurde heute Vormittag der letzte noch verbliebene MW-Mast an diesem Standort gesprengt. Grund für diese spontan erscheinende Maßnahme scheint der marode Zustand der Anlage gewesen zu sein (siehe auch Meldung vom 10.01.15)

04.08.15
Frankreich/Monaco:
Wie Christian Ghibaudo im Webauftritt mediumwave.info berichtet, ist am 01.08.2015 die Mittelwellenfrequenz 702 kHz vom Standort Col de la Madone dauerhaft abgeschaltet worden. Hier wurde zuletzt die französisch-italienische Programmversion von China Radio International übertragen.

24.07.15
Niederlande:
Der katholische Sender Radio Maria Nederland wird zum 01.09.2015 ebenfalls die Verbreitung seiner Sendungen auf Mittelwelle einstellen. Aktuell wird über die Sendeanlage in Lopik mit einer Leistung von 100 kW (andere Quellen gehen nur von 60 kW aus) auf der Frequenz 675 kHz gesendet. Künftig soll Radio Maria Nederland nur noch digital via Satellit und DAB+ empfangbar sein.

22.07.15
Niederlande:
Radio 5, der letzte noch auf MW vertretene öffentlich-rechtliche Rundfunksender der Niederlande verlässt zum 01.09.2015 seine Frequenzen 747 kHz (Flevoland, 200 kW) und 1251 kHz (Hulsberg, 5 kW).http://www.radio5nostalgia.nl/nieuws/2295/afschakeling-am-frequentie-vraag-en-antwoord.html

Frankreich: Auch in Frankreich wird das Ende der AM-Ära eingeläutet. Alle Mittelwellensender, die derzeit noch die Programme France Bleu und France Info übertragen, sollen zum Jahresende 2015 für immer verstummen. Den Langwellensender Allouis (162 kHz, 2000 kW), der das Programm France Inter überträgt, soll ein Jahr später das gleiche Schicksal ereilen. http://www.franceinter.fr/depeche-a-radio-france-moins-de-frequences-et-autant-de-tensions

Deutschland (Berlin-Brandenburg): Am 18.07.2015 wurde der letzte von zwei Sendemasten in Berlin-Britz, über den bis vor knapp zwei Jahren u.a. auf MW 990 kHz das Programm von Deutschlandradio Kultur gesendet wurde, gesprengt.

01.07.15
Deutschland (Nordrhein-Westfalen):
Der Westdeutsche Rundfunk wird, einschlägigen Berichten zufolge, am 06. Juli seine Mittelwellensender Langenberg (720 kHz) und Bonn (774 kHz) abschalten. Die neben dem Programm WDR 2 auf den Mittelwellen ausgestrahlten Programmbestandteile WDR Event und VeRa (Verkehrsradio) sind im Empfangsgebiet weiterhin im digital-terrestrischen DAB+ zu empfangen.

16.05.15
Deutschland (Rheinland-Pfalz):
Nun scheint´s auch AFN-Frequenz in Spangdahlem/Eifel erwischt zu haben: Seit einigen Tagen schweigt die MW 1143 kHz und dies offenbar für immer. Näheres ist unter https://www.facebook.com/afnspangdahlem/posts/952918408102409 nachzulesen. Vom ehemaligen AFN-Gleichwellennetz 1143 kHz ist somit nur noch Mönchengladbach auf Sendung.

30.04.15
Deutschland (Bayern):
Der Bayerische Rundfunk wird zum 30.09.2015 die Ausstrahlung seiner Programme über Mittelwelle einstellen. Zu diesem Zeitpunkt werden die Frequenzen 729 kHz (Hof und Würzburg) und 801 kHz (Dillberg und München-Ismaning) abgeschaltet. Aktuell wird über diese Sender das Programm "Bayern plus" ausgestrahlt, das darüber hinaus bereits über DAB+ bayerweit übertragen wird.

Deutschland: (Nordrhein-Westfalen): Auch der WDR schaltet seine Mittelwellensender ab und dies schon Anfang Juli. Die MW-Sender Langenberg (720 kHz) und Bonn (774 kHz) werden dann für immer verstummen und in Deutschland sind dann, zumindest bis zum Jahresende 2015, nur noch der Deutschlandfunk, antenne saar und die noch verbliebenen Sender des AFN auf Sendung.

Deutschland (Hessen): Am 23.04.2015, kurz vor 13 Uhr Ortszeit wurden die Sendemasten des ehemaligen AFN-Senders in Oberursel-Weißkirchen niedergelegt (siehe auch die Startseite dieser Homepage).

19.04.15
Deutschland (Hessen):
Am 23.04.2015, voraussichtlich gegen 13 Uhr Ortszeit, werden die drei Anrennen des ehemaligen AFN-Senders in Oberursel-Weißkirchen gesprengt. Damit verschwindet der letzte, auf hessischem Boden befindliche AM-Sender von der Bildfläche, nachdem in den vergangenen Monaten die MW-Sendeanlagen auf dem Hohen Meißner und in Mainflingen eliminiert wurden.

12.04.15
Deutschland (Brandenburg):
Seit Anfang März werden stundenweise Ausstrahlungen im digitalen DRM-Modus auf der zum Jahresende abgeschalteten Langwelle 177 kHz vom Standort Zehlendorf beobachtet. Zunächst nur unregelmäßig und mittlerweile fast täglich werden verschiedene Datendienste übertragen, so zu Beispiel auch verschlüsselte Signale des deutschen Truppensenders Radio Andernach. Nähere Informationen hierzu können auf http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/radio_news.html abgerufen werden.

Tschechische Republik: Český Impuls wird auf 981 kHz neben dem Sender nahe Prag (Líbeznice, 10 kW) nun auch im Gleichwellenbetrieb über einen zweiten Standort aus dem südtschechischen Domamil (bei Moravské Budějovice) mit 5 kW Sendeleistung übertragen.

22.03.15
Irland:
Der Langwellensender auf 252 kHz wird in der Zeit vom 23.03.2015, 10.00 Uhr UTC bis 25.03.2015, 17.30 Uhr UTC wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb genommen (Quelle: BDXC-UK)

Luxemburg: Nach offiziellen Angaben der luxemburgischen Regierung ist man mit RTL übereingekommen, dass der Mittelwellensender Marnach 1440 kHz zum Jahresende abgeschaltet und das Sendegelände an den luxemburgischen Staat veräußert wird. Was mit den umfangreichen Sendungen von China Radio International, das auf dieser Frequenz sein deutschsprachiges Programm verbreitet, geschehen wird, ist noch völlig offen.

07.03.15
Frankreich:
Nachdem offensichtlich bald die Abschaltung aller öffentlich-rechtlichen AM-Sender in Frankreich zu erwarten ist (so Generaldirektor von Radio France, Mathieu Gallet, gegenüber der Presse am 24.02.), geht man nun in der Bretagne den entgegengesetzten Weg. Die Rundfunkaufsichtsbehörde CSA hat der "Association Bretagne 5" die Frequenz 1593 kHz zugesprochen; Testsendungen im Großraum Rennes sind in den nächsten Wochen beabsichtigt, die Aufnahme regulärer Sendungen soll Anfang des Sommers erfolgen.

10.01.15

Deutschland (Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein):
Am 13. Januar schaltet der Norddeutsche Rundfunk, wie bereits gemeldet, seine Mittelwellensender ab. Mit der Abschaltung der Mittelwelle verabschiedet man sich von einer Technologie, die vergleichsweise hohe Stromkosten verursacht und dafür eine Tonqualität bietet, die für die Mehrzahl der Hörer nicht mehr zeitgemäß ist, so der Sender. Von der Abschaltung sind die Sender in Flensburg (702kHz), Hamburg-Moorfleet (972 kHz), Hannover (828 kHz) und Lingen (792 kHz) betroffen.
Das Programm NDR Info Spezial, das bislang über Mittelwelle gesendet wurde, ist weiterhin im Digitalradio DAB+, über das Internet, die NDR Radio App und über Satellit (DVB-S) zu empfangen.

Bulgarien: Auch das Bulgarische Nationale Radio hat zum Jahresbeginn eine Anzahl von AM-Frequenzen verlassen. Am 01.01.2015 um Mitternacht Ortszeit (22.00 Uhr UTC) abgeschaltet wurden die Langwelle 261 kHz sowie die Mittelwellensender auf 747, 864, 963 und 1161 kHz.
Verblieben somit einzig die aus dem Raum Vidin abgestrahlte Frequenz 576 kHz. Sie überträgt jetzt auch die türkischen Minderheitensendungen, für die bislang die anderen Mittelwellen noch eigens beibehalten wurden. (Quelle: rbb-Medienmagzin)

Niederlande: Die niederländische Mittelwelle 675 kHz wurde ab dem 7. Januar für drei bis fünf Tage abgeschaltet. Nach Angaben des hier sendenden Radio Maria Nederland war eine Pardune (Abspannseil) der Sendeantenne in Lopik bei Utrecht gerissen und soll erneuert werden. (Quelle: rbb-Medienmagzin)

01.01.15
The same procedure as every year: Allen Freunden und Besuchern dieser Seite wünsche ich an dieser Stelle ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Deutschland: Pünktlich zum Jahreswechsel sind die Langwellensender des Deutschlandradios für immer verstummt. Den Abschaltreigen eröffnete der Sender Zehlendorf (177 kHz), der schon am Silvesterabend um 23.55 Uhr MEZ vom Netz ging, gefolgt vom Sender Aholming (207 kHz), der kurz vor Mitternacht noch einen Leerträger produzierte, bevor nach kurzer Signalwiederaufschaltung um 00.00 Uhr MEZ das Signal erlosch.
Schlusslicht war Donebach (153 kHz), der damit die einzige deutsche Langwellenfrequenz ist, die 2015 in Betrieb war. Aber auch hier erfolgte um 00.28 Uhr MEZ das endgültige Aus und danach war das Signal aus Brasov/Rumänien auf der 153 klar und deutlich zu hören.
Die letzten Sendeminuten hat freundlicherweise Carsten Hunold zur Verfügung gestellt und können hier nachgehört werden.