AM-News 2010
Diese Rubrik widmet sich hauptsächlich den LW/MW-Neuigkeiten aus Deutschland und den angrenzenden Ländern. Neues aus aller Welt findet ihr unter Anderem auf www.mediumwave.info .
Für Informationen, die hier veröffentlicht werden sollen, bin ich dankbar. Mailt bitte an: schh@freenet.de 
Für Nachrichten aus den vergangenen Jahren bitte auf Archiv klicken.

 

30.12.10
Deutschland (Bayern):
Das auf den Mittelwellen 801 kHz (München-Ismaning, 100 kW; Nürnberg-Dillberg, 17 kW) und 729 kHz (Würzburg, 1 kW, Hof, 0,2 kW) abgestrahlte Jugendprogramm O3radio wird ab 10.01.2011 nur noch über DAB verbreitet. Stattdessen sendet auf den vorgenannten Wellen ab diesem Zeitpunkt das Schlager- und Volksmusikprogramm Bayern plus. Einzelheiten gibt es auch unter
http://www.br-online.de/unternehmen/technik/rundfunktechnik-DID1200666073148/rundfunktechnik-radio-mittelwelle-ID671202493925293376.xml

17.12.10
Deutschland (Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz):
Der Südwestrundfunk (SWR) beabsichtigt die Abschaltung aller Mittelwellensender bis zum Jahresende 2011. Auch hier werden die Diskrepanzen zwischen hohen Betriebskosten einerseits und mangelnder Hörerschaft andererseits als Grund für diese Maßnahme angeführt. Was mit den Sendeanlagen, insbesondere des erst kürzlich komplett erneuerten Senders Mühlacker (576 kHz), geschieht, ist noch unklar.
Entgegen anderslautenden Berichten wird der Informationssender SWR cont.ra, der über die Mittelwellensender abgestrahlt wird, nicht eingestellt. Vielmehr soll dieses Programm künftig über DAB/DAB+ übertragen werden.

04.12.10
Deutschland (Hessen):
Möglicherweise steht die Ausstrahlung der Sendungen des Evangeliumsrundfunks (ERF) auf Mittelwelle zur Disposition. "Antenne", die Programmzeitschrift des ERF, stellt sich selbst diese Frage im kommenden Januar-Heft. Entsprechende Artikel in dieser Ausgabe besagen, dass Alternativen zur Mittelwelle gesucht werden sollen; ferner will der ERF eine Umfrage zu Verbreitungswegen durchführen lassen. Die Mittelwelle wird als zu teuer dargestellt und es wird bedauert, dass in Deutschland das Digitalradio DAB nicht so zur Verfügung steht, wie beispielsweise in der Schweiz. Betroffen von einer möglichen Einstellung sind die, ohnehin auf eine Morgen- und Abendabstrahlung reduzierten, Sendungen über die MW 1539 KHz vom Standort  Mainflingen bei Frankfurt.

Niederlande: Seit einigen Tagen ist Big L wieder auf der angestammten Frequenz 1395 kHz zu hören.

09.11.10
Niederlande:
Aufgrund von "Generatorproblemen" schweigt der Sender Trintelhaven (1395 kHz; 20 kW) seit einigen Tagen. Man ist bemüht, die Probleme schnellstmöglich zu beheben. Bis dahin ist Big L (Radio London) wieder einmal nicht terrestrisch empfangbar.
Nachtrag vom 13.11.2010: Wie der Senderbetreiber mitteilt, ist der defekte Generator nicht mehr zu reparieren. Man wird einen neuen Generator beschaffen und so schnell wie möglich wieder auf 1395 kHz auf Sendung gehen.

Frankreich: Der MW-Sender Lille (1377 kHz; 300 kW) wird seit gestern "gejammt". Das über diesen Sender abgestrahlte Programm "France Info" ist zwar hörbar, aber im Hintergrund macht sich deutlich ein unangenehmes Zwitschern bemerkbar, das an die Störsignale aus den Tagen des kalten Krieges erinnert. Wo dieser "Jammer" steht und welchen Zweck mit dieser Störung verfolgt wird, ist bislang unbekannt.

31.10.10
Luxemburg:
Wie Satnews meldet, verzichtet RTL Radio ab sofort auf eine Ausstrahlung seines Programms via Mittelwelle 1440 kHz in den Tagesstunden. Aktuell wird das Programm von 04.00 bis 07.00 und von 16.00 bis 01.00 Uhr UTC in der herkömmlichen analogen Weise und in der Zeit von 07.00 bis 08.00 Uhr UTC im DRM-Modus übertragen. Die abendlichen religiösen Sendungen und die Übernahmen von Radio China International bleiben erhalten. Würde sich ein Interessent finden, könnte eventuell  die Mittelwelle tagsüber wieder aktiviert werden.

Schweden: Mit dem Ende der terrestrischen Ausstrahlung der Auslandsprogramme von Sveriges Radio wird um Mitternacht auch der MW-Sender Sölvesborg 1179 kHz (600 kW) dauerhaft abgeschaltet (siehe auch Mitteilung vom 19.03.10).

17.10.10
Niederlande:
Am 29.09.2010 wurde Arrow Classic Rock erneut auf der Frequenz 828 kHz (Heinenoord bei Rotterdam; 20 kW) beobachtet. Auch diesmal wich das ausgestrahlte Programm von dem regulären, in den Niederlanden über Kabel und weltweit per Webstream ausgestrahlten Programm ab. Übertragen wurde Nonstop-Musik und Stations-ID´s.
Wie in verschiedenen Foren mitgeteilt wurde, soll Radio 10 Gold ab 18. Oktober auf dieser Frequenz wieder regulär auf Sendung gehen und somit auf die Mittelwelle zurückkehren. Eine offizielle Bestätigung gibt es mittlerweile auch: http://www.radio10gold.nl/headlines/radio-10-gold-weer-op-am/

12.10.10
Deutschland (Saarland):
Der MW-Sender Heusweiler (1422 kHz; 400 kW) wird nach Angaben des Deutschlandfunks noch bis 16.10.2010 täglich zwischen 09.00 und 18.00 Uhr MESZ abgeschaltet. Grund sind offensichtlich Wartungsarbeiten.

01.10.10
Deutschland (Baden-Württemberg):
Der SWR legt seinen MW-Kleinsender am Standort Merkur bei Baden-Baden (1485 kHz; 1 kW) still. Wie auf http://www.swr.de/frequenzen/-/id=3786/mrfxfv/index.html nachzulesen ist, ist die endgültige Abschaltung
zum Sendeschluss (23 Uhr MESZ) am 15.10.2010 vorgesehen.

Deutschland (Bayern): Die Kurzwelle 6085 kHz des Bayerischen Rundfunks (Sendeleistung 100 kw), die in den letzten Jahren ausschließlich im DRM-Modus betrieben wurde, ist heute dauerhaft abgeschaltet worden. Begründet wurde dieser Schritt u.a. damit, dass der Sender mangels geeigneter Empfänger so gut wie überhaupt nicht gehört werden konnte (wen wundert es!!).

29.09.10
Schweiz:
Der letzte noch verbliebene Mittelwellensender macht die Lichter aus: Der Sender Sottens (765 kHz; 300 kW) wird zum 5.Dezember 2010, 23h59 MEZ seine Aussendungen beenden. Derzeit läuft dort das französischsprachige Programm "Option Musique". Seitens des Sendebetreibers Idée Suisse wird auf alternative Verbreitungswege verwiesen.

07.09.10
Deutschland (Baden-Württemberg):
Der Sender Mühlacker, (576 kHz; 100 kW), über den das Programm SWR Cont.ra ausgestrahlt wird, soll angeblich nachts, analog zu den SWR-Sendern Baden-Baden (1485 kHz), Freiburg-Lehen (828 kHz) und dem Bodenseesender (666 kHz) abgeschaltet werden. Entsprechende Beobachtungen konnten dies jedoch nicht bestätigen; der Sender ist nach wie vor 24 Stunden in Betrieb. Sollte eine solche Abschaltung jedoch tatsächlich realisiert werden, wäre SWR Cont.ra in den Nachtstunden nur noch über den Rheinsender Wolfsheim/Rheinland-Pfalz auf 1017 kHz zu empfangen. Zwar ist auch noch die Mittelwelle 1413 kHz (Ulm) durchgehend in Betrieb, jedoch ist dieser Sender nachts aufgrund seiner minimalen Leistung außerhalb Ulms kaum brauchbar aufzunehmen.

15.08.10
Türkei:
Von Mustafa Cancurt (Türkei/via Glenn Hauser) kam folgende Mitteilung: Der Sender Catalca (ehemals TRT Istanbul Radyo) strahlt auf der Frequenz 702 kHz zu Testzwecken ein 24-Stunden-Prgramm der Voice of Turkey in türkischer Sprache aus. Die genaue Sendeleistung ist nicht bekannt; bis zur Abschaltung/Sendezeitreduzierung der meisten türkischen Mittel- und Langwellensender im vorvergangenen Jahr (siehe entsprechende Meldung vom 17.12.2008 im Archiv) wurden bis zu 1200 kW eingesetzt.
Im Fastenmonat Ramadan, der heuer am 10.08.begann, wird zwischen 17.00 und 18.00 Uhr UTC ein spezielles Ramadan-Programm mit Nachrichten, Instrumentalmusik, Koranlesungen und Angaben zu der unterschiedlichen Zeiten zwischen Sonnenunter- und -aufgang, die bekanntermaßen für die Einhaltung der Fastenzeiten von Belang sind, ausgestrahlt.
Neben dem Sender Catalca sind während des Ramadans folgende MW-Stationen "rund um die Uhr" auf Sendung:
Antalya (891kHz), Trabzon (954 KHz), Cukurova (630 kHz).
İzmir Radio (927 kHz) überträgt zwischen 06.00-15.00 Uhr UTC das TRT-Programm Radio 4.
Diyarbakir (1062 kHz) sendet von 03.00-14.00 Uhr UTC lokale Fremdsprachenprogramme (wahrscheinlich ist damit Kurdisch gemeint). Die Sendeleistungen sind auch hier nicht bekannt; vermutlich kommen bis zu 300 kW zum Einsatz. Der Großsender Mudanya (ex 1017 kHz, 1200 kW) hingegen ist dauerhaft abgeschaltet. Auch wenn die Chancen infolge Frequenzbelegung durch mitteleuropäische Stationen eher gering sind, sollte man den nächtlichen Versuch, türkische MW-Sender zu empfangen, durchaus wagen.

Bulgarien: Neben Radio Blagoevgrad auf 864 kHz werden seit dem 01.08.2010 auch drei weitere Regionalprogramme in Bulgarien wieder auf Mittelwelle ausgestrahlt. Es handelt sich hierbei um Radio Varna auf 774 kHz mit einer Sendeleistung von 75 kW, Radio Stara Zagora auf 873 kHz mit 60 kW und Radio Šumen auf 963 kHz mit 75 kW.
Diese Frequenzen hatte das Bulgarische Nationale Radio zusammen mit zahlreichen weiteren Mittelwellen am 06.04.2010 abschalten lassen. Mit Ausnahme der Sender Blagoevgrad auf 864 kHz und Kardžali auf 1296 kHz, deren Leistung ebenfalls zum 01.08.2010 von bisher 150 auf 75 kW reduziert wurde, blieben zunächst nur noch die Frequenzen in Betrieb, auf denen die Minderheitensendungen in türkischer Sprache laufen. Hinzu kommen noch einige Auslandssendungen auf 747 und 1224 kHz. (Quelle: rbb-Radionews)

14.07.10
Deutschland:
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat die ARD und das Deutschlandradio aufgefordert, bis zum kommenden September „Aussagen zur Abschaltung ihrer Lang-, Mittel- und Kurzwellensender zu machen“.
In einer Mitteilung über die Ergebnisse einer Sitzung am 25.06.2010 heißt es weiter, man werde „prüfen, inwieweit der Weiterbetrieb dieser Sender, insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklung des Internetradios und des digitalen terrestrischen Hörfunks, noch wirtschaftlich ist“. Abschaltungen von AM-Sendern werden als „möglich“ und potentieller „Beitrag zur Einsparung von Kosten der Programmverbreitung“ angesehen. Die genauen Einzelheiten zu diesen Forderungen können unter http://www.kef-online.de/ nachgelesen werden. Angesichts der in jüngster Vergangenheit erfolgten Abschaltung von Mittelwellensendern in Hessen und Bremen dürften in Deutschland bald noch mehr Frequenzen abgeschaltet werden.

Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern): In Zusammenhang mit der ersten Tagesmeldung mutet die folgende Pressemitteilung der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern fast schon ein wenig anachronistisch an:
"Am 1. Oktober 2010 wird die Hörfunkfrequenz 729 KHz (Mittelwelle) in Putbus frei. Die technische Leistung des dort vorhandenen Funksenders beträgt 10,0 Kilowatt. Der Versorgungsbereich erstreckt sich auf das nordöstliche Vorpommern. Das Programm ist somit auf Rügen, dem Darß, in Stralsund und Greifswald, aber auch in Demmin, Anklam und auf Usedom zu hören.
Die Frequenz wird derzeit noch von Deutschlandradio Kultur zu Testzwecken genutzt. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte dafür eine zeitlich befristete Lizenz bis zum 1. Oktober 2010 erhalten.
Der Putbuser Mittelwellen-Sendestandort ist der letzte seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern. Findet sich kein Nutzer, wird der Standort sehr wahrscheinlich aufgegeben und die Technik abgebaut – das wäre das Ende des Mittelwellen-Hörfunks in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, die über die Vergabe der Rundfunkfrequenzen in unserem Bundesland entscheidet, sucht vor einer offiziellen rundfunkrechtlichen Ausschreibung zunächst nach Interessenten, die sich grundsätzlich im Bereich der Mittelwelle engagieren wollen, um mit ihnen gegebenenfalls über die Möglichkeit für eine künftige digitale Mittelwellen-Nutzung zu reden.
Interessenten dafür sollten sich bis spätestens Ende August bei der Medienanstalt melden."

20.06.10
Deutschland (Bayern):
Am 10.Juli 2010 findet in der Sendeanlage Ismaning bei München ein Tag der offenen Tür mit Sammlerbörse plus einem Sonderprogramm über einen kleinen Mittelwellen-Ortssender auf 585 kHz für "die nächste Umgebung" statt. Nähere Informationen hierzu gibt es beim BR unter http://www.br-online.de/unternehmen/veranstaltungen/radio-sammlerboerse-ismaning-ID1276528369497.xml

Italien: Radio Studio X, das als einer der wenigen italienischen Privatsender auch auf Mittelwelle sendet, teilt auf Anfrage mit, dass die Sendeanlage in Momigno (Toscana) irreparabel defekt ist. Es handelt sich um einen 30 Jahre alten Sender der RAI, der früher in Pistoia eingesetzt wurde. Da für eine Instandsetzung/Neuanschaffung kein Geld vorhanden ist, wird die bislang von Radio Studio X genutzte Frequenz 1584 kHz wohl dauerhaft abgeschaltet bleiben.

09.06.10
Deutschland (Brandenburg):
Zeitgleich zur "KULTA 20|10" startet auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen welle370 mit dem Programm zu den Kulturtagen. In der Zeit vom 26. Juni 2010 bis zum 3. Juli 2010 wird täglich von 09:55 bis 22:00 Uhr MESZ (abhängig vom Tagesprogramm) auf der Mittelwellenfrequenz 810 kHz (=370m)in Amplitudenmodulation gesendet.
Die Sendeleistung wird zwar nur wenige Watt betragen, aber nach Erfahrungen der Abstrahlung zum Brandenburgtag im Jahr 2008 kann die Station im Umkreis von bis zu 35 km gut aufgenommen werden. Weitere Infos zum Thema unter www.welle370.de

26.05.10
Deutschland (Baden-Württemberg):
Mal wieder:Vom 25.05. bis voraussichtlich 31.05.2010 ist der Langwellensender Donebach des DLF (153 kHz; 500/250 kW) aufgrund von Wartungsarbeiten in Zeit von 07:15 bis 21.00 Uhr abgeschaltet.

22.05.10
Deutschland (Baden-Württemberg):
Der SWR sendet aus Heilbronn nun auf 711 kHz, wie bereits angekündigt, das Programm von SWR cont.ra im DRM-Modus.

06.05.09
Niederlande:
Seit dem 29.April 29, 17.00 Uhr UTC senden Radio Waddenzee/Radio Seagull (MW 1602 kHz; 0,5 kW) ihre Programme von Bord des Feuerschiffs "Jenni Baynton" das in der Nähe der Insel Griend (nahe Vlieland) im Wattenmeer vor Anker liegt. Dieser Sendungen via "Jenni Baynton"  dauern bis zum 16. Mai an. Wöhrend dieser Zeit läuft der Internet-Stream von Radio Waddenzee in nostalgischem Mono. Schifffahrten zum "Offshore-Sender" werden angeboten. Näheres hierzu gibt es unter: http://www.radiowaddenzee.nl/ und http://www.radioseagull.com/

24.04.10
Deutschland (Bremen):
Die in der Meldung vom 13.03.10 geäußerten Zweifel haben sich bestätigt. Im Internetauftritt von Radio Bremen ist folgendes zu lesen: "Radio Bremen wird künftig kein Programm mehr auf der Mittelwelle ausstrahlen. Die Abschaltung der Frequenz führt zu Einsparungen in sechsstelliger Höhe im Laufe einer Gebührenperiode. Wegen der finanziell angespannten Lage ist Radio Bremen gezwungen, alle Verbreitungswege unter Kosten- und Nutzenanalyse zu prüfen und Prioritäten zu setzen. Da die Hörerzahl auf der Mittelwellenfrequenz im Verhältnis zu den Gesamtnutzerzahlen sehr gering ist, hat sich Radio Bremen entschlossen, die Ausstrahlung aber nicht aufrecht zu erhalten. Durch das Livestream-Angebot können alle Radio-Bremen-Programme aber inzwischen weltweit über das Internet empfangen werden." (Dank an Niko S. aus Bremen)

14.04.10
Bulgarien:
Am 06.04.2010 wurde ein Sparpaket umgesetzt, das die Abschaltung fast aller Mittelwellensender im Land zur Folge hatte. Es wird zwar behauptet, dass diese Maßnahme nur vorübergehender Natur sei, aber in Fachkreisen geht man davon aus, dass diese Abschaltungen auf Dauer ausgelegt sind. Über die tatsächliche Zahl der nun inaktiven Sender gibt es widersprüchliche Angaben, die teilweise auch nicht den realen Gegebenheiten entsprechen. Ich verweise deshalb auf die Angaben auf www.mediumwave.info.
Aus hiesiger Sicht herausragend ist die Abschaltung des Senders Pleven auf 594 kHz. Damit ist diese zuvor schon vom Hessischen Rundfunk aufgegebene Frequenz auch nachts fast völlig leer. Bestenfalls kann hier noch schwach der Relaissender der BBC aus der Ukraine gehört werden.

19.03.10
Schweden:
Und noch ein "Traditionssender" auf der Mittelwelle wird abgeschaltet: Der Schwedische Rundfunk (Sveriges Radio) stellt zum 1. November 2010 seine Sendungen auf Kurz- und Mittelwelle ein. Das bedeutet auch das Aus für die Frequenz 1179 kHz (Sölvesborg; 600 kW). Sveriges Radio hatte seit 1938 Auslandssendungen auf Kurz- und Mittelwelle ausgestrahlt. Die verbliebenen Fremdsprachen"sendungen" gibt es ab November dann nur noch als Internetangebot.

16.03.10
Deutschland (Baden-Württemberg):
Wie der SWR mitteilt, soll voraussichtlich im 2. Quartal 2010 der MW-Sender Heilbronn-Obereisesheim seine AM-Ausstrahlung auf der Frequenz 711 kHz einstellen, um zeitgleich mit den DRM-Versuchssendungen beginnen zu können. Dabei wird das Programm SWR cont.ra (24 Stunden) abgestrahlt. Das würde den Frequenzwechsel in Ulm begründen, zumal die Heilbronner Anlage bereits für DRM umgerüstet wurde.

13.03.10
Deutschland (Bremen):
Seit einigen Tagen schweigt die Mittelwelle von Radio Bremen (936 kHz; 50 kW). Die Abschaltung erfolgte lt. Senderangaben aus Kostengründen und soll angeblich vorübergehender Natur sein. Im Gegensatz zu Hessischen Rundfunk gab es keinerlei Vorankündigungen hinsichtlich der Einstellung des Mittelwellenbetriebes. Und ob das Ganze wirklich nur vorübergehender Art ist, darf bezweifelt werden.

08.03.10
Deutschland (Baden-Württemberg):
Wie aktuell über die A-DX-Liste zu erfahren war, sendet ab Mittwoch, 10.03. 2010, der Mittelwellensender Ulm-Jungingen nicht mehr auf der Frequenz 711, sondern auf 1413 kHz. Die Sendeleistung wird unverändert 5 kW betragen. Dies soll lt. SWR einen deutlich besseren Empfang im Zielgebiet mit sich bringen. Damit ist der Gleichwellenbetrieb auf der 711 kHz ab Mittwoch Geschichte; es sendet hier künftig nur noch Heilbronn-Obereisesheim. Inwieweit eine Erhöhung der vor Jahresfrist vorgenommenen drastischen Leistungsreduzierung in Heilbronn vorgenommen wird, ist indes noch unklar.
Die Frequenz 1413 kHz wurde früher bereits vom SDR genutzt (Sender in Bad Mergentheim, Buchen-Walldürn, Heidenheim und Wertheim). Näheres siehe auch unter
http://www.swr.de/contra/-/id=7612/nid=7612/did=5568236/1am91ht/index.html

Nachtrag vom 14.03.10: Die Sendeleistung beträgt lediglich 1 kW.

Kroatien: Die letzte, noch verbliebene analoge MW-Frequenz 1134 kHz (Zadar, 600 kW) wird, was die Sendezeit anbelangt, weiter eingeschränkt. Hrvatski Radio sendet seit dem 01.03. nur noch in der Zeit von 16.00 bis 23.00 Uhr UTC auf dieser Frequenz. Zuvor wurde Hrvatski Radio ab 14.00 Uhr bis 06.30 Uhr UTC abgestrahlt.

Ukraine: Aus Kostengründen wurden wieder einmal Mittelwellensender abgeschaltet, die Inlandsprogramme übertrugen. Betroffen sind die Standorte Lemberg 936 kHz und Nikolajew 1431 kHz. Bereits in der Vergangenheit wurden nationale Mittelwellensender aufgrund finanzieller Probleme abgeschaltet, jedoch kurz darauf, nachdem die Finanzierung wieder gesichert war, wieder reaktiviert (siehe auch Archiv).

18.02.10
Deutschland (Nordrhein-Westfalen):
Die bis Mai 2008 von Truck Radio genutzte Mittelwellenfrequenz 702 kHz (Standort Jülich; 5 kW) soll wieder aktiviert werden. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle zu erfahren war, soll Radio 700 die Erlaubnis zur Nutzung erhalten haben. Damit einhergehend soll auch eine Verlagerung des Sendestandortes erfolgen, nämlich nach Kall-Krekel, von wo Radio 700 bereits seit einigen Jahren mit 1 kW Leistung auf der Kurzwellenfrequenz 6005 kHz sendet.

Österreich: Die Sprengung der beiden Mittelwelle-Sendemasten am Wiener Bisamberg wird am 24. Februar stattfinden. Beim Abtragen von Österreichs höchstem Bauwerk, dem 265 Meter hohen Nordmasten und seinem 120 Meter hohen Pendant wird die Öffentlichkeit auf zwei eigens eingerichteten Aussichtsstellen zuschauen können, teilte die ORF-Sendetechniktochter ORS mit.
Rund um die beiden Masten wird eine Sicherheitszone eingerichtet, weswegen die Zufahrtsstraßen zur Sendeanlage gesperrt sein werden, sagte Gernot Radosits von der ORS. Interessierte sollten am besten über Langenzersdorf anreisen und sich zu Fuß auf den Weg machen. (Quelle:Standard.at)
Unterdessen hat sich, wie aus anderen Quellen zu erfahren war, eine Initiative zum Erhalt der Sendemasten gegründet. Näheres zum Sinn und Zweck dieses rührenden Versuchs ist unter
http://fsmat.at/~calm/bisamberg/ nachzulesen.

23.01.10
Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern):
Auch der Sender Putbus/Rügen wurde zum Jahresbeginn abgeschaltet. Hier nutzte der Deutschlandfunk die Frequenz 729 kHz für DRM-Ausstrahlungen. Da sich kein Nachfolger für die Fortführung des DRM-Betriebs fand, will der Sendebetreiber Media Broadcast den Standort ganz aufgeben.

Belarus: Belaruskaye Radyjo nutzt die Langwellenfrequenz 279 kHz, auf der das 1. Inlandsprogramm ausgestrahlt wird, jetzt rund um die Uhr. Bisher wurde der Sender in den Nachtstunden für sechs Stunden abgeschaltet. Die Sendeleistung der 279 kHz beträgt 500 kw; Standort ist Sasnowy, rund 75 km südöstlich von Minsk.

Österreich: Die Sendeanlage Wien-Bisamberg soll in den kommenden Wochen, wahrscheinlich Ende Februar, gesprengt werden. Bis zum 31.12.2008 wurde über diesen Sender auf MW 1476 kHz das Programm "Radio1476" vom ORF übertragen. Da keine Mittelwellensendungen aus Österreich mehr vorgesehen sind, ist die Anlage nun entbehrlich geworden.

01.01.10
Allen Hobbyfreunden und Besuchern dieser Seite wünsche ich ein gutes, friedvolles und erfolgreiches neues Jahr 2010.

Deutschland (Hessen): Nach den Mitternachts-Nachrichten und der Ansage für das nachfolgende Programm schaltete der Hessische Rundfunk seine Mittelwellensender Hoher Meißner und Rodgau-Weiskirchen (594 kHz) am 01.01.2010, 00h05m33s Uhr MEZ, für immer ab.