AM-News 2008
Für Informationen, die hier veröffentlicht werden sollen, bin ich dankbar. Mailt bitte an: schh@freenet.de 
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17.12.08
Türkei:
Wie die RBB-Radionews in ihrer aktuellen Ausgabe berichten, hat der türkische Rundfunk TRT am 13.10.2008 zwei seiner AM-Großsender aufgegeben.
Abgeschaltet wurde auf Mittelwelle der 1200 kW starke Sender westlich von Mudanya an der Küste des Marmarameeres. Er hatte auf 1017 kHz in Europa und sogar noch im Rhein-Main-Gebiet den ebenfalls auf dieser Frequenz aktiven Südwestrundfunk zumindest beeinträchtigt.
Außer Betrieb ging darüber hinaus auch die mit 200 kW aus der Nähe des osttürkischen Erzurum betriebene Langwelle 243 kHz. Damit gibt es erstmals eine Langwellen-QRG, auf dem weltweit keine regulären Rundfunksender mehr arbeiten, nachdem der Langwellensender in Kalundborg (Dänemark) am 15.02.2007 abgeschaltet wurde und die einst auf 243 kHz in Kasachstan betriebenen Hochleistungssender bereits seit den 90er Jahren schweigen.
Lediglich ein DRM-Testprogramm aus Kalundborg mit geringer Leistung (100 Watt) ist hier noch vertreten (siehe Meldung vom 29.11.08)

Zeitgleich mit der Stilllegung dieser Sender hat TRT die Sendezeit seiner verbleibenden Lang- und Mittelwellen drastisch auf nur noch vier bzw. zwei Stunden pro Tag gekürzt. Ausgestrahlt werden jeweils Radyo 1 oder Regionalprogramme.

Sendezeit 04.00-08.00 Uhr UTC:
630 kHz: Kazanli (Cukurova), 300 kW; Radyo Cukurova
702 kHz: Izzettin-Catalca (Istanbul), 1200 kW; Radyo 1
765 kHz: Ibrahimli (Gaziantep), 600 kW; Radyo 1
891 kHz: Aksu (Antalya), 600 kW; Radyo 1
927 kHz: Cumaovasi (Izmir), 200 kW; Radyo 1
954 kHz: Trabzon, 300 kW; Radyo Trabzon
1062 kHz: Cinar (Diyarbakir), 300 kW; Radyo Diyarbakir

Sendezeit 11.00-13.00 Uhr UTC:
162 kHz: Ozanlar (Agri), 1000 kW; Radyo 1
180 kHz: Temelli-Polatli (Ankara), 1200 kW; Radyo 1
225 kHz: Bardakci (Van), 600 kW); Radyo 1
558 kHz: Asagisamli (Denizli), 600 kW; Radyo 1
594 kHz: Yaka (Malatya), 600 kW; Radyo 1

Was diese minimalen Sendezeiten für einen tieferen Sinn haben, ist nicht klar. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis TRT sie ebenfalls abschalten wird. (Quelle: RBB-Radionews)

07.12.08
Österreich:
Harald Süss vom ADXB - Austrian DX Board gab in der A-DX-Liste folgende Informationen zur Zukunft des Mittelwellensenders Wien-Bisamberg (1476 kHz):
"Richtig ist, dass der ORF die Programme über den Sender Bisamberg mit Ende 2008 einstellen wird. Das heißt aber nicht schlüssig, dass über den Sender nicht mehr Programm gemacht wird. Findet sich ein potentieller Anbieter, dann wird dort entsprechend diesem Anbieter weitergesendet. Technisch gesehen wird in Kürze (voraussichtlich 2009) der größere der beiden Maste abgebaut werden, und damit nicht mehr den Rang des höchsten von Menschen errichteten Bauwerks in Österreich bekleiden. Grund ist, dass er erstens nicht mehr gebraucht wird, und zweitens, dass eine Erhaltung (Sanierung wäre notwendig um keine Gefahr für die Umwelt darzustellen) zu teuer kommt.
Sämtliche Programme der privaten Anbieter, die derzeit über Radio 1476 senden, werden dann ab Jänner bestenfalls im Internet verfügbar sein, auch Radio Afrika International, die diese Tatsache mir schon per e-mail bestätigt haben."

Schweiz: Ergänzend zur Meldung vom 08.09.08 wird der Sender Beromünster erst am 31.12.2008, 23 Uhr UTC, definitiv abgeschaltet. Das bisher über die Frequenz 531 kHz abgestrahlte Programm "DRS Musigwälle" wird mit Sendeschluss am 27.12.08 vom Sender genommen und durch eine Dauerhinweisschleife ersetzt. Unterdessen mehren sich Gerüchte, dass private Betreiber Interesse an den nicht mehr genutzten MW-Sendern Beromünster und Monte Ceneri (558 kHz) bekundet haben. Man will künftig über diese Standorte religiös ausgerichtete Programme ausstrahlen. Was an den Gerüchten dran ist, wird sich wohl recht bald zeigen.

29.11.08
Dänemark:
Seit Oktober wird der (im Februar 2007 abgeschaltete) Langwellensender Kalundborg (243 kHz) rund um die Uhr im DRM-Modus betrieben. Die Sendungen (abgestrahlt wird ein Programm von Danmarks Radio) haben derzeit allerdings eher Versuchsstatus, da lediglich mit 50 Watt Sendeleistung "gefahren" wird. Zum Jahreswechsel soll es aber eine Leistungserhöhung geben.

Russische Föderation: Das Berliner Unternehmen Transradio liefert, russischen Informationen zufolge, dem dortigen Senderbetreiber RTRS zwei Mittelwellensender des Typs TRAM 50 für den Standort Grosny. Die beiden, jeweils 50 kW starken Sender sollen dort auf 657 und 1287 kHz zum Einsatz kommen. Termin für die Abnahme der erstellten Senderanlage ist laut RBB- Medienmagazin der 30. Juni 2009. Grund für diesen Schritt ist, dass während Kampfhandlungen in den Jahren 1999/2000 ein Großteil der Sendeanlagen in Tschetschenien zerstört wurden.

24.10.08
Deutschland (Thüringen):
Die Stimme Russlands kann weitere 10 Jahre auf der Mittelwellenfrequenz 1323 kHz vom Standort Wachenbrunn verbreitet werden. Der russische Auslandsrundfunk ist bereits seit 1988 auf dieser Frequenz auf Sendung. Sein Nutzungsrecht läuft derzeit noch bis zum Jahresende. Der Auslandssender erhält nun für weitere 10 Jahre von der Thüringischen Landesanstalt für Medien (TLM) die Genehmigung, sein Programm über einen der leistungsstärksten deutschen Mittelwellesender (1000 kW) auszustrahlen. (Quelle: A-DX-Liste/SatelliFax-Newsletter)

08.09.08
Deutschland (Bayern):
AFN Bavaria hat seinen Hauptsender Grafenwöhr (1107 kHz; 10 kW) aufgegeben und stattdessen eine komplett neue Sendeanlage in Vilseck errichtet. Vollzogen wurde dieser Schritt am 28. August. Die bisher in Grafenwöhr genutzte Sendetechnik wird nach Vilseck transportiert und dient dort künftig als Reserve. In Vilseck (Rose-Barracks) befinden sich auch die Studios von AFN Bavaria. Notwendig wurde der Umzug unter anderem wegen aufgetretener Störungen durch den Sender in Grafenwöhr, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft der dortigen Housing Areas befand. Darüber hinaus wurde bei Bauarbeiten ein Erdnetz der Antenne beschädigt, was zu Beeinträchtigungen im Sendebetrieb führte. Der Vilsecker Sender liegt jetzt mehr am Rande des dortigen Kasernengeländes und Störungen dürften von dort nicht  ausgehen.

Großbritannien: Virgin Radio wird sukzessive in Absolute Radio umbenannt, was in Konsequenz des Verkaufs des Senders anzusehen ist. Demnach darf der Name Virgin nicht mehr von den neuen Eigentümern verwendet werden. Innerhalb einer Frist von drei Monaten soll diese Umbenennung abgeschlossen sein. Mit dem neuen Namen soll es auch Änderungen im Programm geben; angekündigt ist insbesondere eine breitere Musikauswahl. Zu hören ist Virgin (Absolute) Radio in unseren Breiten vorzugsweise auf  MW 1215 kHz, ist aber auch auf 1198 und 1233 kHz -je nach Standort- zu empfangen.

Schweiz: Nun ist es amtlich: bereits zum 28.12.2008 wird der MW-Sender Beromünster (531 kHz; derzeit 160 kW), der aktuell das SRG-Programm "Musigwälle" überträgt, endgültig abgeschaltet. Somit wird künftig aus der Schweiz nur noch das französischsprachige "Option Musique" über den Sender Sottens (765 kHz; 300 kW) zu hören sein. Aber auch hier werden schon Gerüchte über eine baldige Abschaltung laut.

23.08.08
Deutschland (Brandenburg):
Der Förderverein "Sender Königs Wusterhausen" e.V. und die Funkamateure der Clubstation DLØKWH wollen aus Anlass des Brandenburgtages einen Mittelwellensender als Versuchsradio mit kleiner Leistung vom historischen Standort Königs Wusterhausen betreiben. In Tradition des historischen Weihnachtskonzertes soll das Versuchsradio „welle370“ auf einer niedrigen Mittelwellenfrequenz in klassischer Amplitudenmodulation betrieben werden. Die Reichweite wird einige Kilometer rund um den Funkerberg betragen. Als Highlight soll die Brücke in die Zukunft geschlagen werden und die Modulation zeitweilig digital im DRM Standard erfolgen. Genutzt werden soll die für Berlin koordinierte Frequenz 810 kHz mit einer Leistung von 10 Watt. Die genauen Sendezeiten gibt der Förderverein wie folgt an: 06. September 2008: 08.00 bis 24.00 Uhr und 07. September 2008: 08.00 bis 18.00 Uhr MESZ.
Nähere Informationen gibt es unter http://www.funkerberg.de/welle370/

12.08.08
Deutschland:
ARD-Olympiaradio, so nennt sich ein Informationsprogramm, dass während der Sommerspiele in Beijing vom frühen Morgen (03.00 Uhr UTC) bis zum Ende der täglichen Wettkämpfe (ca. 16.00 Uhr UTC) aktuell über das Sportgeschehen berichtet. Neben  den digitalen Verbreitungswegen wie DAB und DVB-S wird dieses Programm auch über einige Lang- und Mittelwellensender übertragen, die nachfolgend aufgeführt sind:702, 792, 828 und 972 kHz (NDR), 936 kHz (RB), 594 kHz (HR), 1179 kHz (SR), 153, 177, 855(DRM) und 990 kHz (DLF/DRadio Kultur). Außerhalb der Sendezeiten von ARD-Olympiaradio werden auf den genannten Frequenzen die
dort gewohnten regulären Programme übertragen.

Faröer: Kringvarp Føroya ist wieder on air und zwar, wie verschiedene Foren berichten, mit einem 50 kW Ersatzsender auf der angestammten MW-Frequenz 531 kHz. Im November soll dann, wie bereits am 02.07.08 berichtet, der 100 kW-Hauptsender auf Sendung gehen.

Ungarn:  Der MW-Sender Solt (540 kHz; 2000 kW) beendet die Ausstrahlungen des ersten (Kossuth-) Programms von Magyar Rádió, statt wie bisher um 22.10 Uhr UTC jetzt schon um 20.30 Uhr UTC. Dem DXer bietet sich nun die Möglichkeit, nachdem auch die belgische Rundfunkanstalt VRT seine Sendungen Ende März auf dieser Frequenz eingestellt hat, weitere Stationen zu hören, wie beispielsweise OCR Barcelona.

01.08.08
Großbritannien/Niederlande:
Der britische Sender "Big L" hat heute Mittag seine Programmausstrahlung über die Mittelwelle 1395 kHz (Standort Trintelhaven/NL) überraschend eingestellt und ist nur noch über den Live-Webstream und über Sky (UK-Satellit) zu empfangen.. Eine offizielle Begründung über diese Maßnahme ist bislang nicht erfolgt. Es wird gemutmaßt, dass die in der Vergangenheit enorm gestiegenen Treibstoffkosten (der Sender Trintelhaven wird mittels eines Dieselgenerators betrieben) eine Ursache hierfür sein könnte. Aber auch andere Gründe (siehe Meldung vom 16.03.08) könnten für die Abschaltung des Senders ausschlaggebend gewesen sein, zumal gestern einer der der dienstältesten Programmpräsentatoren, Steve Garlick, seinen Hut genommen hat. (Quelle: div., u.a. A-DX und UKW-TV-Forum)

23.07.08
Deutschland (Bayern):
Am 15.07.08 hat AFN Bavaria seine Hörfunksender am Standort Würzburg (Leighton Barracks) abgeschaltet. Betroffen hiervon ist auch die MW-Frequenz 1143 kHz (0,3 kW). Die Maßnahme steht in Zusammenhang mit dem US-Truppenabzug aus Würzburg.

Niederlande: Grootnieuws Radio sendet auch nach dem 01.08.08 weiter seine religiösen Sendungen über die MW-Frequenz 1008 kHz (siehe Meldung vom 21.06.08). Offensichtlich konnten die fehlenden Gelder durch Spenden aufgetrieben werden, wodurch eine drohende Insolvenz abgewendet werden konnte. Wie dieser doch nicht unerhebliche Betrag innerhalb kürzester Zeit beschafft werden konnte hat zu zahlreichen Mutmaßungen über die Ernsthaftigkeit der finanziellen Nöte des Sendebetreibers geführt, die aber hier nicht weiter vertieft werden sollen.

02.07.08
Deutschland:
Jetzt scheint es "amtlich" zu sein - Truck Radio ist finanziell wohl am Ende (siehe Meldung vom 18.05.08). Wie OM Hendrik Leuker in der A-DX-Liste mitteilte, befindet sich Truck Radio seit dem Frühjahr diesen Jahres in Insolvenz. Es wird von den Sendeverantwortlichen versucht, mittels einer "Auffang-GmbH" einen neuen Käufer zu finden. (Quelle: A-DX-Liste/H. Leuker)

Faröer:
Der Mittelwellensender von Kringvarp Føroya (531 kHz; 100 kW) ist aufgrund eines Schadens am 06.05.2008 komplett ausgefallen. Da es sich hier um einen nicht unbeträchtlichen Defekt handeln soll, wird der bisherige Röhrensender des Schweizer Unternehmens Brown Boveri, der seit Sommer 1990 auf dieser QRG im Einsatz war, nicht wieder instandgesetzt. An seine Stelle wird eine neue Anlage aus zwei jeweils 50 kW starken Halbleitersendern, die zur  bisher genutzten Gesamtleistung von 100 kW kombiniert werden können, installiert. Offizielle Wiederaufnahme des Sendebetriebs soll im Oktober sein, man hofft aber seitens Kringvarp Føroya, schon im August wieder on air zu sein. (Quelle: RBB-Radionews)

28.06.08
Schweiz:
Es ist soweit: Am 30. Juni ist Schluss mit der Ausstrahlung des Programme Rete Uno von Radio Svizzera Italiana über den Mittelwellensender Monte Ceneri (558 kHz). Entsprechende Mitteilungen werden unregelmäßig in das laufende Programm eingestreut. Grund für diese Maßnahme ist ein Plan der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), der unter Anderem besagt, dass die „Abschaltung der veralteten Mittelwellen-Technologie zu keiner Verschlechterung der Empfangsverhältnisse in der Südschweiz“ führe, da Rete Uno im Tessin ohnehin auf UKW verbreitet wird.
Völlig offen ist dagegen das künftige Schicksal des Mittelwellensenders Beromünster, über den noch bis zum Jahresende auf 531 kHz das SRG-Programm Musigwälle läuft. Nach Auffassung einiger Kritiker hat die SRG dieses Programm im Jahre 1996 vor allem aus dem Motiv geschaffen, eine drohende Übernahme der Frequenz durch den kommerziellen Volksmusiksender Radio Eviva abzuwenden. Bislang gibt es keine Anzeichen für ein Abrücken der SRG von ihrer Absicht, die Mittelwellenverbreitung der Musigwälle am 31.12.2008 einzustellen.
OM Christian Brülhart, der sich auf direkt beim Sender erhaltene Informationen beruft, teilt jedoch mit, dass das Spektrum der möglichen Entwicklungen von einer Weiterführung des Sendebetriebs – ggf. in Zukunft für einen anderen Programmanbieter – bis hin zur Stillegung und vollständigen Beseitigung der Sendestation in Beromünster reicht. (Quelle: RBB-Radionews)

21.06.08
Frankreich:
Trans World Radio (TWR), ein weltweit agierender Veranstalter religiöser Programme, beabsichtigt, technische Änderungen für die Mittelwelle 1467 kHz vom Sender Roumoules in Südfrankreich durchzuführen. Künftig soll diese Frequenz mit verstärkter Richtstrahlung nach Marokko, Algerien und Tunesien betrieben werden. Für eine entsprechende Umrüstung der Sendeantenne erbittet TWR Spenden in Höhe von insgesamt rund 130.000 Euro.
Auf 1467 kHz arbeitet seit 1987 ein 1000 kW starker Sender, den das heutige Monte Carlo Radiodiffusion, eine Tochter von Télédiffusion de France, eigens für TWR errichtet hatte. Früher wurde auf dieser Frequenz neben anderen religiösen Programmen, wie ERF und Radio Vatikan, hauptsächlich das Programm von Radio Monte Carlo ausgestrahlt, das heute überregional nur noch über die Langwellenfrequenz 216 kHz vom gleichen Standort übertragen wird.

Niederlande: Das religiös orientierte, am 01.09.2007 auf MW 1008 kHz gestartete Hörfunkprojekt Grootnieuws Radio steht möglicherweise vor dem „Aus“. Der Internetauftritt der Station enthält seit Kurzem eine dringende Spendenbitte, damit eine zu erwartende Einstellung des Sendebetriebs zum 01.08.2008 noch abgewendet werden kann.
Berichte aus den Niederlanden sprechen von einem Fehlbetrag von 500.000 Euro, den Grootnieuws Radio zur Fortsetzung seiner Sendungen bis zum Jahresende 2008 benötigt. Der Hörfunkunternehmer Ruud Poeze beziffert die monatlichen Betriebskosten des Senders auf 70.000 Euro und verweist zugleich auf eine jährliche Verwaltungsgebühr von 200.000 Euro für die Frequenzzuweisung, gegen die auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereits vergeblich protestiert hätte.

Österreich: Die Sendungen des Österreichischen Rundfunks (ORF) auf Mittel- und Kurzwelle stehen offenbar zur Disposition. Laut Angaben der Wiener Zeitung „Der Standard“ sollen diese Dienste lt. ORF „überprüft“ werden und zwar als Konsequenz von Forderungen nach Einsparungen, die der österreichische Rechnungshof an den ORF richtete.
Betroffen von diesen "Überprüfungen" wäre dann auch der Mittelwellensender Wien-Bisamberg (1476 kHz). Der ORF hatte zum Jahresende 1994 sämtliche noch in Betrieb befindlichen Mittelwellensender, darunter auch die 1476 kHz, komplett stillgelegt. Im März 1997 ging diese Frequenz dann jedoch für völlig neue Angebote erneut in Betrieb. Derzeit werden hier unter dem Titel „RadiÖ 1476“ unter anderem Produktionen verschiedener Schüler- und Studentengruppen, fremdsprachige Beiträge sowie das Projekt Radio Afrika International, das seit der Abwicklung von Radio Österreich International nicht mehr über Kurzwelle nach Afrika selbst gesendet werden kann, ausgestrahlt.
In der Vergangenheit kamen zeitweise besondere Programme für den Balkan hinzu, wofür während des Kosovokrieges 1999 nochmals ein 600 kW starker Großsender eingeschaltet wurde. Heute laufen die Sendungen auf 1476 kHz über einen modernen Halbleitersender, wobei aus Kostengründen die Sendezeit auf 16.00-22.08 Uhr UTC und die Leistung auf 60 kW beschränkt bleiben. (Quelle für alle Meldungen: RBB-Radionews)

06.06.08
Deutschland (Baden-Württemberg):
Der Mittelwellensender Rohrdorf von SWR cont.ra (666 kHz; 150 kW)
, der üblicherweise ab 21 Uhr UTC abgeschaltet wird, soll während der Fußball-EM wieder rund um die Uhr senden. Damit soll vermieden werden, dass - wie bei der Fußball-WM 2006 geschehen, - Fußball-Liveübertragungen abrupt während einer möglichen Verlängerung oder des Elfmeterschießens durch die automatische Senderabschaltung abgebrochen werden. Eine sinnvolle Idee, die auch über die EM hinaus beibehalten werden sollte, da der SWR über diese Frequenz nachts sehr gut in Europa zu empfangen ist.

18.05.08
Deutschland:
Seit einigen Tagen sind alle Mittelwellensender, über die bislang das Programm von Truck Radio übertragen wurde, abgeschaltet. Im Einzelnen sin dies die Frequenzen 531 kHz (Burg, 10 kW), 702 kHz (Jülich), 738 kHz (Stuttgart-Hirschlanden) und 855 kHz (Nordkirchen bei Münster; alle 5 kW). Auch auf fast allen DAB-Kanälen, in denen Truck Radio vertreten war, herrscht jetzt Funkstille. Nachfragen beim Sendebetreiber verliefen bislang erfolglos. Es sah zunächst so aus, dass der Sender schlicht und ergreifend pleite ging, jedoch ist nach wie vor ein eingeschränktes Programm von Truck Radio via Webstream und einige wenige DAB-Bänder zu hören.

30.04.08
Deutschland (Bayern):
Das auf den Mittelwellenfrequenzen des BR (801 kHz Dillberg und Ismaning und 729 kHz Würzburg und Hof) aufgeschaltete Programm "Bavarian Open Radio" wird ab dem 05.05.08 in "on3radio" umbenannt. Einhergehend mit der Namensänderung soll auch der Anteil der moderierten Sendungen (derzeit Mo.-Fr. von 14.00 bis 17.00 Uhr UTC) erhöht werden, vermutlich um eine Morgenschiene. Inwieweit das doch angenehm vom üblichen Jugendsender-Mainstream abweichende Musikformat angepasst wird, bleibt abzuwarten.

Ukraine: Seit dem 1. April wurden folgende MW-Sender des ukrainischen Staatsrundfunks bis voraussichtlich Ende 2008 abgeschaltet:
Programm UR2 "Promin'":549 kHz - Kyyiv, Mykolayiv, L'viv, Vynnytsya; Programm UR3 "Kul'tura": 657 kHz - Chernivtsi (nur zeitweise; die neuen Sendezeiten sind jetzt von 17.00-21.30 Uhr UTC, einschließlich der rumänischsprachigen Sendungen von Radio Ukraine International von 17.00-17.30, 19.30-20.00 & 21.00-21.30 Uhr UTC); 837 kHz - Kharkiv; 1242 kHz - Donets'k.
Die Mittelwellensender des Programmes UR1 und der UR3-Sender auf der Krim (Oktiabrske) auf 1242 kHz senden nach wie vor nach dem aktuellen Sendeschema (Quelle: Serghey Nikishin via EMWG)

21.04.08
Kroatien:
Die Mittelwellenfrequenzen 774 kHz (Hvar; 50 kW), 783 kHz (Buje; 10 kW), 1125 kHz ( Deanovac; 100 kW) und 1143 kHz (Osijek; 10 kW) wurden laut Auskunft des Senderbetreibers OIV abgeschaltet. Über sie wurde das Programm "Glas Hrvatske", das auch unter anderem Nachrichten in Englisch und Deutsch überträgt, gesendet. Auf Mittelwelle ist "Glas Hrvatske jetzt nur noch über die Frequenz 1134 kHz (Zadar; 600 kW) zu empfangen.

16.04.08
Deutschland (Baden-Württemberg):
Der LW-Sender Donebach des Deutschlandfunks auf 153 kHz wird bis zum 19.04. von 06:10 Uhr bis 18:00 Uhr UTC abgeschaltet.

Deutschland (Hessen): http://hessen.afneurope.net/ meldet, dass die Arbeiten an der Mittelwelle 873 kHz noch bis September andauern. Bis dahin wird mit verminderter Leistung (one-third of its normal power) gesendet und immer wieder der Sendebetrieb unterbrochen.

04.04.08
Deutschland (Hessen):
AFN Power Network ist seit den Nachmittagstunden wieder auf der 873 kHz "on air". Zur Ursache des Senderausfalls teilt der Polizeibericht folgendes mit: "
Auf dem ehemaligen Gelände des amerikanischen Radio-Senders AFN kam es bei Wartungsarbeiten zu einem Brand in einem Generatorhaus. Hierbei zogen sich zwei Arbeiter leichte Verbrennungen an den Händen zu, während ein dritter eine leichte Rauchvergiftung erlitt. Die Ursache hierfür ist derzeit noch ungeklärt, es dürfte sich nach bisherigem Ermittlungsstand um einen technischen Defekt handeln."
Während der Sendeabschaltung konnte ich in Frankfurt vorwiegend die Stationen der SER in Spanien (Santiago de Compostela, 10 kW und Zaragoza, 25 kW) sowie zeitweise Magyar Radio 4 mit diversen Minderheitenprogrammen empfangen.

02.04.08
Deutschland (Hessen):
Der Mittelwellensender Oberursel-Weißkirchen (873 kHz; 150 kW), über den das Programm AFN Power Network übertragen wird, ist wegen Reparaturarbeiten abgeschaltet worden. Über den Umfang und die genaue Dauer dieser Arbeiten ist nichts bekannt; die Hörer werden auf der Internetseite von AFN Hessen gebeten, auf die UKW-Frequenz 98,7 MHz (AFN Hessen - The Eagle) auszuweichen.

Irland: Mit einer Abschiedssendung am 24.03.08 hat RTÉ 1 seine Mittelwellenausstrahlung beendet. Seitdem ist nur noch eine Endlosschleife zu hören, in der auf die Empfangsmöglichkeiten des Programms via UKW und Langwelle hingewiesen wird.

Niederlande: Folgende Mittelwellenfrequenzen sind neu vergeben worden: 828 kHz (Heinenoord) an ARROW TALKS, 1224 kHz (Almere) an AMOR FM, 1035 kHz (Echt) an ARROW JAZZ FM, 1485 kHz (Den Haag und Tilburg) an RADIO MARINA, 1557 kHz (Amsterdam) an MAGIC/STICHTING BKB 3. Im Wesentlichen handelt es sich hier um Low-Power-Sender mit einer maximalen Leistung von 1 kW. Lediglich die Frequenz 828 kHz wird mit 20 kW auf Sendung gehen.

16.03.08
Deutschland (Saarland):
Ein verbessertes Soundprocessing einerseits und ein verringerter Bodenwellenempfang andererseits lassen darauf schließen, dass am Standort Heusweiler der neue Mittelwellensender für die 1422 kHz (Programm: DLF) in Betrieb gegangen ist. Eine offizielle Stellungnahme des Sendebetreibers (Saarländischer Rundfunk) steht noch aus. Zu den Einzelheiten des neuen Senders siehe Archiv/Eintrag vom 24.04.2007.

Niederlande: Wieder einmal brodelt die Gerüchteküche und es heißt, dass der Betreiber des englischsprachigen Senders "Big L" vor dem finanziellen Aus steht. Auslöser hierfür war eine Aussage eines DJs während einer Live-Sendung, wonach er seit Monaten kein Gehalt mehr erhalten habe und dies daher seine letzte Sendung sei. Auch zeitweise Unterbrechungen der Signalzuführung auf der Frequenz 1395 kHz (Trintelhaven; 20 kW), könnten erste Anzeichen für einen Rückzug von Big L sein. Na ja, schaun mer mal....

07.03.08
Belgien:
Nachtrag zur Meldung vom 03.03.08: Wie Herman Boel (www.emwg.info) berichtet, wird VRT seinen Sendebetrieb über die Mittelwellenfrequenzen 540, 1188 und 1512 kHz schon zum 30.03.08 einstellen. Lediglich die Frequenz 927 kHz wird weiterhin das Programm des ersten Programms übertragen.

03.03.08
Belgien:
Das flämische Regionalparlament hat Pläne von VRT, der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt der flämischen Gemeinschaft, gebilligt, die analogen Ausstrahlungen über einen Großteil der Mittelwellensender einzustellen. Betroffen hiervon sind die Frequenzen 540 kHz (Waver-Overijse; 150 kW), 1188 kHz (Kuurne; 5 kW) und 1512 kHz (Wolvertem; 300 kW). Künftig wird VRT nur noch die Frequenz 927 kHz (Wolvertem; 300 kW) belegen, über die derzeit das Programm Radio Een/Sporza läuft. Das Regionalparlament beabsichtigt ferner, die Regelung, wonach Ausstrahlungen auf Mittelwelle nur dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorbehalten sind, abzuschaffen. Sofern dies mit den Landesgesetzen vereinbar sein sollte, stünde einem Verkauf der freigewordenen Frequenzen nichts mehr im Wege.

01.03.08
Irland:
RTÉ, der öffentlich-rechtliche Rundfunk Irlands, wird nach Informationen der Zeitung „The Independent“ die ursprünglich zum Jahresende erwartete Abschaltung seiner Mittelwellen bereits am 24.03.2008 vollziehen. Es handelt sich hierbei um den 500 kW starken Großsender Tullamore auf 567 kHz sowie die mit geringer Leistung aus Cork betriebene Frequenz 729 kHz. Begründet wird diese Maßnahme damit, dass das auf dieser Frequenz ausgestrahlte Programm Radio1 sowohl über UKW als auch über die Langwellenfrequenz 252 kHz verbreitet wird, die aufgrund ihrer größeren Reichweite weiterhin als Informationsquelle für Schifffahrt und in Großbritannien lebende Iren dienen soll.
Wie aus Unterlagen der Broadcasting Commission of Ireland (BCI) hervorgeht, beabsichtigt der religiöse Rundfunk-Veranstalter UCB Ireland, die frei werdende RTÉ MW-Frequenz 567 kHz (dann mit nur 100 kW) künftig zu nutzen.
Gegen diese Maßnahmen gibt es allerdings massive Kritik, sodass die Frage, ob die Mittelwellensender definitiv abgeschaltet werden, nun im irischen Parlament behandelt werden soll

29.02.08
Da ich einen akuten Computercrash hatte, konnte ich für längere Zeit keine Webaktualisierungen vornehmen. Die Neuigkeiten der letzten Wochen seien an dieser Stelle nun nachgeholt:

Deutschland (Bayern): AFN Franconia ist nun Geschichte. Nach der Abschiedssendung mit Wunschkonzert und starker Anteilnahme der Hörer strahlen die Wellen der Würzburger Senderkette  (u. a. Würzburg und Bamberg 1143 kHz, Ansbach 1485 kHz) seit dem 01.02.08 das Programm AFN Bavaria aus.

Deutschland (Brandenburg): Am 07.12.2007 beschloss der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), die Mittelwellen 567 (ex RBB Radio Multikulti), 693 und 1359 (ex Antenne Brandenburg/DLF) kHz auszuschreiben. Anlass hierfür ist ein Wunsch der Stimme Russlands, am Senderstandort Zehlendorf bei Oranienburg künftig die mit einer Leistung von 250 kW einsetzbare Frequenz 693 kHz zu nutzen. Darüber hinaus wird die Stimme Russlands den Simulcast-Betrieb auf dieser Frequenz zugunsten einer rein analogen Ausstrahlung in Kürze einstellen.

Dänemark: Danmarks Radio hat seine Sendezeit auf der Mittelwelle Kalundborg 1062 kHz weiter reduziert. Nach Informationen des dänischen Medienjournalisten Stig Hartvig Nielsen entfiel zum 03.12.2007 der ab 21.45 Uhr UTC ausgestrahlte Seewetterbericht, dem jeweils ab 22.00 Uhr UTC noch eine Übernahme der Nachrichten des Programms P4 folgte. Verblieben sind jetzt nur noch ähnlich ablaufende Sendungen ab 04.45, 10.45 und 16.45 Uhr UTC sowie eine weitere Morgensendung, die als Kuriosum bereits um 07.30 Uhr UTC mit einem Gymnastikprogramm beginnt.

Niederlande: Am 01.02.2008 hat der niederländische Ableger der katholischen Senderkette Radio Maria den Mittelwellensender Lopik, 675 kHz, übernommen, der bis dahin noch ein spezielles Klassik-Rock-Programm von Arrow übertrug.
Arrow und Radio Maria hatten die Übergabe der Frequenz erst drei Tage vorher mit einer Pressemitteilung offiziell bekanntgegeben und dabei betont, sie würden keine Angaben darüber machen, zu welchen Bedingungen die Frequenz ihren Inhaber wechselt. In gleicher Weise waren im vergangenen Jahr auch alle Einzelheiten der vorab als „Verkauf“ bezeichneten Übertragung der Mittelwelle 1008 kHz an das ebenfalls christlich orientierte Grootnieuws Radio unbekannt geblieben.
Die Nutzung der Frequenz 675 kHz durch Radio Maria kam offenbar kurzfristig zustande. Ursprünglich wollten die Initiatoren nur ein Internetradio schaffen, erfuhren dann aber von der Möglichkeit, die Mittelwelle zu übernehmen. Das hierfür eingerichtete Sendestudio befindet sich in einem früheren Kirchengebäude in der Waaltstraat von ’s-Hertogenbosch. Finanziert wurde es durch die Muttergesellschaft von Radio Maria, die offenbar auch weitere Unterstützung bei der Anmietung des 120 kW starken, vom Fernmeldeunternehmen KPN betriebenen Senders gewährt.
Ein reguläres Programm will das niederländische Radio Maria in etwa drei Monaten aufnehmen. Bis dahin werden auf 675 kHz vor allem christlich orientierte Musiktitel zu hören sein.

Norwegen: Der norwegische Mittelwellensender Vigra steht möglicherweise vor dem „Aus“, da die zuständigen Stellen seine 230 Meter hohe Antenne inzwischen als Gefahr für die Flugsicherheit ansehen. Über Erhalt oder Abbau dieses Mastes soll auf Ministeriumsebene in Oslo entschieden werden. In einem entsprechenden Bericht nennt der norwegische Rundfunk NRK als Baujahr des strittigen Mastes 1952, wobei unklar bleibt, in welchem Umfang sich eine Mitte der 80er Jahre vorgenommene Rekonstruktion der Sendeanlage auch auf die Antenne erstreckte.

Schweden: Sveriges Radio stellt zumindest seine deutschsprachigen Auslandssendungen über Kurz- und Mittelwelle zum 30.03.08 ein. Betroffen sind hiervon auch die Ausstrahlungen über den Sender Sölvesborg (1179 kHz; 600 kW). Wie die Zukunft dieses Senders danach aussieht, ist noch unklar; es steht aber zu vermuten, dass er auf absehbare Sicht abgeschaltet wird.

Schweiz: RSI (Radio Svizzera Italiana) wird den Sender Monte Ceneri auf der Frequenz 558 kHz (300 kW) zum 30. Juni 2008 abschalten. Dies wurde auf Anfrage durch die Sendertechnikleitung bestätigt. Die schweizerische Rundfunkanstalt strahlt über diesen Sender das 1. Programm „Rete Uno“ ab. Begründet wird diese Maßnahme unter Anderem durch die rückläufige Akzeptanz des Empfangs über Mittelwelle und die gute Versorgung des Programmes RSI Rete Uno über UKW und DAB im Sendegebiet. Da der Sender Beromünster (531 kHz) im Sommer kommenden Jahres ebenfalls abgeschaltet wird (wir berichteten), wird dann aus der Schweiz nur noch das Programm „Option Musique“ über Mittelwelle verbreitet werden.

Slowakische Republik: Der Slowakische Rundfunk ist von früheren Plänen, sein Mittelwellenprogramm Rádio Patria einzustellen, wieder abgerückt. Im Einsatz sind seit dem 14.01.2007 jedoch nur noch drei Sender, und zwar Prešov-Haniška mit wieder auf 100 kW erhöhter Leistung auf 702 kHz, Rimavská Sobota mit 50 kW auf 1017 kHz (ersetzt den Standort Bratislava-Stadt) sowie Nitra-Jarok mit 50 kW auf 1098 kHz. Alle anderen, bislang auf 567, 621, 864, 900, 927 und 1035 kHz genutzten Sender sind sofort oder in den folgenden Tagen bis zum 20.01.2008 stillgelegt worden.
Gleichzeitig trat für Rádio Patria ein neues Programmschema in Kraft. In Ungarisch sendet Rádio Patria jetzt von Montag bis Freitag jeweils 09.00-17.00 Uhr und am Wochenende jeweils 06.00-14.00 Uhr. Für Minderheitensendungen aus dem Funkhaus in Košice sind als Sendezeiten von Montag bis Freitag 07.00-09.00 Uhr, sonnabends 14.00-18.00 Uhr und sonntags 14.00-19.00 Uhr reserviert; hier sind Beiträge in Romanes, Ruthenisch, Ukrainisch, Tschechisch, Polnisch sowie Deutsch (letztere mittwochs zwischen 07.00 und 08.00 Uhr) zu hören.
Zum 07.01.2008 entfielen darüber hinaus die Übernahmen von Rádio Regina auf Mittelwelle. Außerhalb der Sendezeiten von Rádio Patria (insgesamt Mo-Fr 07.00-17.00 Uhr, sonnabends 06.00-18.00 Uhr, sonntags 06.00-19.00 Uhr) sind die Sender auf 702, 1017 und 1098 kHz jetzt abgeschaltet (alle Zeiten in UTC).

13.01.08
Deutschland (Bayern):
AFN Franconia (Würzburg) sendet wieder ein eigenes Programm. Wie am 29.12.07 berichtet, wurde zu Weihnachten plötzlich das Programm von AFN Bavaria über die Senderkette ausgestrahlt. Das laufende Programm von AFN Franconia wird jedoch immer wieder durch Hinweise unterbrochen, dass zum 01.02.08 offiziell die Übernahme durch AFN Bavaria erfolgt. Am 31.01.08 soll es eine große Abschiedssendung mit einem Wunschkonzert geben. 

05.01.08
Wie immer an dieser Stelle: Die besten Wünsche für ein gutes, erfolgreiches und friedvolles neues Jahr.

Finnland: Wie schon in den News am 29.12.07 angekündigt, wurde der Mittelwellensender Helsinki (558 kHz; 50 kW) am 31.12.2007 um 22 Uhr UTC endgültig abgeschaltet.

Niederlande: Die Gerüchteküche brodelt kräftig und ob etwas Wahres daran ist, werden wir hoffentlich bald erfahren: Arrow, das nach wie vor ein Nonstop-Rockmusikprogramm auf der Frequenz 675 kHz verbreitet, ist in Verhandlungen mit religiösen Anbietern, die künftig diese Frequenz nutzen sollen. Ganz großer Favorit soll hierbei Radio Maria sein, das bei der zuständigen Behörde wohl schon einen entsprechenden Antrag auf Erteilung einer Sendelizenz gestellt hat. Neben Grootnieuws Radio, das im vergangenen Jahr die MW 1008 kHz von Radio 10 Gold übernahm, wäre dies dann der zweite religiöse Sender, der sein Programm über eine exklusive Mittelwellenfrequenz ausstrahlt. Wohlgemerkt, es handelt sich bislang nur um ein Gerücht.