AM-News 2006
Für Informationen, die hier veröffentlicht werden sollen, bin ich dankbar. Mailt bitte an: heinz.schulz@online.de 
Für Nachrichten aus den vergangenen Jahren bitte auf Archiv klicken.

30.12.06
Dänemark: Zum Jahreswechsel soll sich auch Dänemark von der Lang- und Mittelwellenskala verabschieden: Wie von verschiedenen Quellen zu erfahren ist, soll der Sender Kalundborg (LW 243 kHz; 300 kW und MW 1062 kHz; 250 kW) am 31.12.2006, 24 Uhr, abgeschaltet werden. Eine offizielle Stellungnahmen von Danmarks Radio liegt nicht vor, jedoch erscheinen die beiden Frequenzen im aktuellen Sendeverzeichnis nicht mehr. 

Niederlande: Radio Waddenzee sendete bisher vom Gemeinschafssendemast "Peazens en Moddergat" sein Programm auf 1602 kHz (Leistung: 1 kW)  aus. Der neue Senderstandtort soll in Pietersbierum (nahe Harlingen)  aufgebaut werden. Damit in der Zwischenzeit jedoch der Sender nicht off air ist wird derzeit vom KPN-Mast in Moddergat gesendet. Moddergat liegt am in der Lauwersoog (Westfriesland). Der Umzug kann bis zum 1. März dauern. (Quelle: nl.media.radio ergänzt durch www.radiowaddenzee.nl via A-DX-Liste)

Allen Freunden und Besuchern dieser Seite wünsche ich an dieser Stelle einen guten Rutsch in das neue Jahr!

10.12.06
Faröer: Kringvarp Føroya, der bislang unter der Bezeichnung Útvarp Føroya bekannte, öffentlich-rechtliche Rundfunk der Färöer-Inseln, hat zum 01.10.2006 die nächtliche, meist neun Stunden lange Sendepause seines Hörfunks abgeschafft. Von 22.05 bis 6.00 Uhr UTC wird auf allen Frequenzen, eingeschlossen die Mittelwelle 531 kHz, jetzt ein Nachtprogramm unter dem Titel „Náttarrásin“ ausgestrahlt. Die Sendeleistung der Mittelwellenfrequenz beträgt 200 kW; meist wird aber nur mit halber Leistung gesendet.
Nunmehr bietet sich die Möglichkeit, für Empfangsversuche in Mitteleuropa die Sendepause des ebenfalls auf 531 kHz arbeitenden Senders Beromünster in der Schweiz auszunutzen. Die Erfolgsaussichten dürften in Deutschland vor allem davon abhängen, ob sich das Signal von den Färöer am jeweiligen Aufenthaltsort gegen den auf dieser Frequenz in Burg bei Magdeburg aktiven Sender von Truckradio durchsetzen kann. (Quelle: RBB-Medienmagazin)

Finnland: Wie schon am 26.06.06 gemeldet, stellt YLE zum Jahresende seine noch verbliebenen Kurzwellensendungen und damit verbunden auch den Mittelwellensender Pori 963 kHz (600 kW) ein. Also, noch schnell die Chance genutzt und diesen in unseren Breiten gut hörbaren Sender einschalten!

18.11.06
Niederlande/Norwegen:
Radio Nederland Wereldomroep wird für seine Berichterstattung über die vorgezogenen Parlamentswahlen in den Niederlanden am 22. November auch den norwegischen Mittelwellensender Kvitsøy auf 1314 kHz nutzen, und zwar von 20.00 bis 00.00 Uhr UTC. Das berichtet das Medienmagazin des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Darüber hinaus werden eine Reihe zusätzlicher Kurzwellenfrequenzen in diesem Zeitraum zum Einsatz kommen. Die Mittelwelle 1314 kHz ist regulär nicht mehr in Betrieb, seit der norwegische Rundfunk NRK ihre Nutzung aus Kostengründen zum 1. Juli 2006 eingestellt hat (siehe Meldung vom 25.05.06). (Quelle: SatelliFax/RBB-Medienmagazin)

13.11.06
Deutschland (BWÜ): Der Langwellensender Donebach (153 kHz) wird ab heute bis
Freitag 17.11.2006 von 08:00-20:00Uhr MEZ wieder einmal wegen "Wartungsarbeiten" abgeschaltet. Es lohnt sich, nach Einbruch der Dunkelheit diese Frequenz zu beobachten, da die ebenfalls auf 153 kHz sendende rumänische Station sehr gut zu hören ist.

25.09.06
Deutschland (HES):
Der AFN strahlt sein Programm "Power Network" ab 29.09.06 nicht mehr lokal für Gießen auf der Frequenz 1143 kHz (0,3 kW) aus. Empfohlen wird ab sofort der Empfang auf der Frequenz 873 kHz (Oberursel-Weißkirchen bei Frankfurt; 150 kW).

20.09.06
Frankreich: Seit 13.09.2006 strahlt Radio France Internationale sein französisches Programm versuchsweise über den Mittelwellensender Col de la Madone bei Monaco auf 702 kHz aus. Gesendet wird demnach täglich von 18.00 bis 22.00 Uhr UTC mit einer Leistung von 600 kW. Erste Empfangsbeobachtungen zeigten im Rhein-Main-Gebiet einen guten Empfang mit zeitweise Interferenzen, die durch den SRo-Sender Presov/Slowakische Republik, verursacht werden.

Niederlande: Seit gestern ist Radio London auf der Frequenz 1395 kHz wieder auf Sendung! Zunächst als Testsendung deklariert, wird mit der gleichen  Sendeleistung (25 kW) über den Sender Trintelhaven das beliebte Musikprogramm in englischer Sprache ausgestrahlt. Das Programm ist identisch mit dem regulären Internet-Stream und es bleibt zu hoffen, dass es nicht bei dem Test bleibt. Genau wie vor der Abschaltung im September vergangenen Jahres erfolgt zwischen 18 und 21 Uhr UTC eine Senderabschaltung, um die Programme von TWR auf gleicher Frequenz (via Fllake/Albanien, 600 kW) nicht zu stören.

05.09.06
Niederlande:  Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Niederlande hat sein Mittelwellenprogramm Radio 747 im Zuge einer mit Sparmaßnahmen verbundenen Programmreform umbenannt und sendet seit dem 04.09.2006 wieder unter dem alten Namen Radio 5. Die Frequenzstandorte von Radio 5 sind unverändert Flevo (Zeewolde) 747 kHz (400 kW) und Hulsberg 1251 kHz (20 kW).
Zwischenzeitlich hat die niederländische Fernmeldeverwaltung NOZEMA den von ihr bereits 2004 angedrohten Entzug der Sendelizenzen für vier vom Lizenznehmer Ruud Poeze nicht bzw. nur kurzzeitig genutzte Mittelwellen (828, 1035, 1224, 1557 kHz) offiziell ausgesprochen. (Quelle: RBB-Medienmagazin)

11.08.06
Deutschland (SAN): Nachtrag zur Meldung vom 03.08.06: Im Rahmen eines technischen Versuches wird auf der MW 1575 kHz momentan nach folgendem Schema gesendet: 00.00-10.00 Uhr MESZ: Stimmer Russlands (analog), 10.00-16.00 Uhr MESZ: Oldiestar (digital DRM); 16.00-00.00 Uhr MESZ: Stimme Russlands (analog); 00.00-06.00 Uhr MESZ: Oldiestar (digital DRM). Die Sendeleistung beträgt nachts 100 kW und am Tag 20 kW.

03.08.06
Deutschland (SAN):
Seit gestern ist auf der MW-Frequenz 1575 kHz (Burg bei Magdeburg, 250 kW) eine Art Testbetrieb festzustellen. Im analogen Modus sind wechselweise Oldiestar und die Stimme Russlands zu hören. Stellenweise bricht der Empfang ganz ab und es ist ein Leerträger zu hören. Auch in der Sendeleistung sind bisweilen Schwankungen festzustellen. Gelegentlich wird der Sender total abgeschaltet, was dann allerdings auch für die andere Burger MW-Frequenz 531 kHz (Truck Radio) zu gelten scheint. Vorgesehen ist die 1575 kHz im Prinzip für Oldiestar, allerdings im DRM-Modus. Dieser wurde bislang jedoch nicht "getestet". Es lohnt sich, derzeit diese Frequenz zu beobachten.

20.07.06
Frankreich:
Die Ausstrahlung des so genannten Kinderprogramms "Superloustic" auf Mittelwelle wurde aus Kostengründen eingestellt. Die MW-Frequenzen Paris (999 kHz, 10 kW) und Marseille (675 kHz, 100 kW), über die dieses Programm ausgestrahlt wurde, sind zu Wochenbeginn abgeschaltet worden. Man plant, auf diesen Frequenzen künftig im DRM-Modus zu senden. Vorerst will sich "Superloustic" auf die Verbreitung via Satellit und DAB beschränken. Jedenfalls ist im Augenblick wieder einmal ungestörter Empfang Arrow Rock Radio aus NL auf der 675 möglich (freu!). 

18.07.06
Lettland: Der Mittelwellensender Kuldiga (1350 kHz, 50 kW) wurde am 06.07.2006 um Mitternacht Ortszeit (21.00 Uhr UTC) abgeschaltet. Seit dem 20.07.2005 wurde über diesen Sender das in Poprad (Slowakei) produzierte Programm von Radio Tatras International (RTI) übertragen.
Unklar bleibt vorerst, ob das Ende der Zusammenarbeit zwischen dem Senderbetreiber LVRTC und RTI auch den Sendebetrieb auf der Mittelwelle 945 kHz (derzeit 2,7 kW Sendeleistung) am Standort Ulbroka bei Riga betrifft. Die Sendelizenz für diese Frequenz, die nach früheren Ankündigungen künftig für Ausstrahlungen mit höherer Sendeleistung (150 kW) zur Verfügung stehen sollte, liegt wie im Falle der Mittelwelle 1350 kHz beim Unternehmen Krebs TV, das inzwischen zu 51 Prozent vom RTI-Betreiber Jan Telenský gehalten wird. Krebs TV trat bislang auch als Vermarkter der Kurzwellenfrequenz 9290 kHz ein, deren Sendeerlaubnis inzwischen jedoch wieder beim einstigen Begründer dieser Firma, dem Letten Raimonds Kreicbergs, liegt. (Quelle: RBB-Medienmagazin)

Deutschland (SAC): Seit geraumer Zeit ist auf der Mittelwelle 1359 kHz zeitweise ein Signal der Stimme Russlands zu hören, dessen Stärke etwa alle zwei Sekunden stark zurückgeht. Verursacher dieses Signals ist der Sender Wilsdruff bei Dresden. Der tschechische Kurzwellenhörer Karel Honzik konnte ein ähnliches, jedoch deutlich schwächeres Signal auf 1503 kHz beobachten. Seit dem 01.04.2006 benutzt die Stimme Russlands die Wilsdruffer Frequenz 1431 kHz (siehe auch die Meldungen vom 06.03. und 09.04.06); die beiden Nebenausstrahlungen auf 1359 und 1503 kHz entstehen somit jeweils 72 kHz über und unter dem eigentlichen Sendesignal.
Neben der mit einer Leistung von 250 kW betriebenen Frequenz 1431 kHz, die von Juni 2001 bis zu dessen Einstellung am 04.04.2003 für Megaradio in Betrieb war, wird von diesem Standort auch das Programm MDR-Info auf MW 1044 kHz (20 kW) ausgestrahlt. (Quelle: RBB-Medienmagazin und A-DX-Liste)

26.06.06
Finnland: Yleisradio (YLE), der öffentlich-rechtliche Rundfunk Finnlands, wird entsprechend einer vom YLE-Rundfunkrat am 06.06.2006 getroffenen Entscheidung seine Ausstrahlungen über die Mittel- und Kurzwellensender in Pori einstellen. Ein genauer Termin wurde hierfür bislang nicht angegeben und pauschal die Jahreszahl 2007 genannt. Betroffen ist hier auch die Mittelwellenfrequenz 963 kHz, die derzeit mit 600 kW Sendeleistung betrieben wird. Auf Mittelwelle wird YLE künftig nur noch über den Sender Santahamina bei Helsinki (558 kHz, 50 kW) aktiv sein. (Quelle: RBB-Medienmagazin)

Deutschland (NRW): Der Westdeutsche Rundfunk testet seit einigen Wochen über die MW-Sendeanlage Langenberg auf seiner "alten" Frequenz 1593 kHz wechselweise im DRM- und Analog-Modus. Über die Sendeleistung gibt es auch hier unterschiedliche Mitteilungen, jedoch dürfte diese kaum über 10 kW hinaus gehen.

25.05.06
Norwegen: Schlechte Nachrichten für alle, die gerne das gut gemachte Programm des NRK auf Mittelwelle hören: John Faulkner berichtet heute in der Mailingliste "skywaves-mw" unter Berufung auf offizielle NRK-Quellen, dass der MW-Sender Kvitsøy auf 1314 kHz zum 1.7.2006 abgeschaltet werden soll. Der NRK hat diese Abschaltung mittlerweile auf seiner Homepage www.nrk.no/informasjon/nrk_i_utlandet auch bestätigt. Dort heißt es wörtlich: "Sowohl auf Lang- und Mittelwelle als auch via Satellit und im Internet können Sie NRK auch jenseits der Landesgrenzen hören. Der Europakanal (also 1314 kHz) wird nach dem 1. Juli 2006 aufgelassen". Es folgt eine Frequenzübersicht, in der auch nur noch 153, 630 und 675 KHZ aufgelistet sind. 
Die 630 kHz, als einzig in unseren Breiten hörbare NRK-Frequenz wird jedoch nicht annährend die Empfangsqualitäten der mit 1200 kW betrieben QRG aus Kvitsøy erreichen. Inwieweit 1314 kHz künftig für den Betrieb im DRM-Modus genutzt wird, ist noch offen. (Quelle:  diverse via A-DX und eigene Recherchen)

16.05.06
Deutschland (SAN): Seit dem 15.Mai sendet Truckradio aus Burg (b. Magdeburg) auf 531 kHz. Die Sendeleistung ist nicht näher bekannt; unterschiedlichen Empfangsbeobachtungen zufolge geht man von einer Sendeleistung von 5-10 kW aus. Ursprünglich war vorgesehen, diese Frequenz gleich im digitalen DRM-Modus zu betreiben; offensichtlich hat man sich aber dazu entschlossen, zunächst analog zu senden. Wenn auch die Bodenwelle tagsüber noch einen einigermaßen akzeptablen Empfang wenigstens im Umkreis von ca. 50 km rund um den Sender ermöglicht, ist abends auch im eigentlichen Sendegebiet nur noch die Musigwälle von DRS zu hören. (Quelle: diverse via Radioforum und A-DX)

Deutschland (BRE): Die Mittelwelle 936 kHz von Radio Bremen ist wegen dringender Wartungsarbeiten (Malerarbeiten am Antennenmast) bis voraussichtlich 24.05. tagsüber außer Betrieb.

19.04.06
Deutschland (BAY):
Wie in der A-DX-Liste nachzulesen und durch eigene Recherchen festzustellen ist, wurde der MW-Sender Würzburg (729 kHz; 1 kW) aufgrund dringender baulicher Maßnahmen abgeschaltet. Diese Arbeiten haben sich durch das schlechte Wetter verzögert; man rechnet Seitens des BR jedoch damit, dass im Lauf der letzten Aprilwoche der Sendebetriebes wieder aufgenommen werden kann.

15.04.06
Deutschland (HES):
Wie Dr. Hansjörg Biener meldet, arbeitet der Mittelwellensender Mainflingen (1539 kHz) seit kurzem mit einer neuen Antenne für den Nachtbetrieb.
Diese neue Antenne ist auf einen Empfang über die sogenannte Raumwelle abgestimmt, die bei Dunkelheit durch Reflexion der Mittelwellen in den als Ionosphäre bezeichneten hohen Schichten der Erdatmosphäre auftritt. Dadurch wird jetzt eine Empfangsqualität erreicht, die adäquat zur hohen Sendeleistung von 700 kW ist. Gleichzeitig reduziert sich mit der steil nach oben in die Ionosphäre gerichteten Strahlung dieser Antenne die Feldstärke in der Umgebung des Senders, wegen der die anliegende Gemeinde Mainhausen über Jahre gegen den Betrieb dieses Senders vorgegangen war.
Ausgestrahlt wird auf 1539 kHz seit dem 01.04.1996 das Programm des Evangeliums-Rundfunks (ERF) aus Wetzlar, nachdem der Deutschlandfunk den Sender Mainflingen 1994 aufgegeben hatte. Morgens und abends wird nun über die neue Raumwellenanlage mit 700 kW gesendet, während die Frequenz tagsüber zur regionalen Versorgung über die Bodenwelle mit dem bestehenden Antennenmast und mit einer auf 120 kW beschränkten Sendeleistung in Betrieb ist. Auf dieser hohen Mittelwellenfrequenz kann damit nur eine verhältnismäßig geringe Reichweite erzielt werden, was sich bereits im 25 km vom Sendestandort entfernten Frankfurt deutlich bemerkbar macht. (Quelle: RBB-Menienmaganzin)

09.04.06
Deutschland: Nach Inbetriebnahme des Senders Wilsdruff (siehe vorangegangene Meldungen) ist festzustellen, dass die Stimme Russlands über ihre MW-Frequenzen in Deutschland unterschiedliche Programme ausstrahlt, die teilweise auch kurzfristig geändert werden und nicht dem offiziellen Sendeplan entsprechen. Offensichtlich versucht man herauszufinden, welche Frequenz für welches Sendegebiet (vor allem abends) am besten zu verwenden ist.

Italien: Der italienische Rundfunk RAI sendet seit einigen Tagen vom Standort Milano-Siziano auf 693 kHz versuchsweise im digitalen Format Digital Radio Mondiale (DRM). Diese Frequenz war bis Mai 2004 analog mit einer Leistung von 100 kW im Einsatz; sie ging mit dem Ende der Mittelwellenverbreitung von Radiodue und Radiotre außer Betrieb.
Auf 693 kHz wird allerdings schon aus Zehlendorf bei Oranienburg das dort regulär auf 603 kHz ausgestrahlte Programm der Stimme Russlands versuchsweise im analog-digitalen Simulcast-Verfahren übertragen. Bislang liegen noch keine Erfahrungsberichte zur gegenseitigen Beeinflussung der DRM-Signale aus Zehlendorf und Siziano vor. (Quelle: RBB-Medienmagazin) 

29.03.06
Deutschland (SAC):
Ergänzend zur Meldung vom 06.03. teilt die SLM mit, dass die Sendungen der Stimme Russlands über die Frequenz 1431 kHz bereits zum 01.04.2006 (kein Aprilscherz!!) aufgenommen werden. Die Programmfolge auf der Wilsdruffer Frequenz wird mit jener identisch sein, die auch über die Sender in Brandenburg sowie in Niedersachsen zu hören ist.

06.03.06
Deutschland (SAC): Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) hat die Mittelwellenfrequenz 1431 kHz (Senderstandort Wilsdruff bei Dresden, 250 kW) an die Stimme Russlands vergeben. Der Medienrat der SLM folgte mit dieser Entscheidung einer einstimmigen Empfehlung des Ausschusses für Programmangelegenheiten. Neben dem russischen Auslandsrundfunk hatte sich auch Truckradio für diese Frequenz beworben.
Nach Angaben der SLM wird die Stimme Russlands auch spezielle Sendungen für Sachsen auf dieser Frequenz übertragen. Dies wird für den Raum Berlin-Brandenburg bereits seit Jahren donnerstags ab 16.00 Uhr UTC auf 603 und 693 kHz praktiziert, ebenso wie für Niedersachsen auf 630 kHz. (Quelle: RBB-Medienmagazin)

03.03.06
Polen/Weißrussland: Am 22.02.2006 nahm Radio Racja aus Białystok seinen im Jahre 2002 wegen Zahlungsunfähigkeit unterbrochenen Sendebetrieb wieder auf. Ausgestrahlt werden die für Weißrussland bestimmten Programme täglich von 17.00 bis 19.00 Uhr UTC (und seit einigen Tagen auch teilweise länger) über den Mittelwellensender Koszęcin bei Częstochowa auf 1080 kHz. Finanziert werden die Sendungen von der polnischen Regierung, die für das Jahr 2006 rund 270.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Radio Racja will erklärtermaßen ein jüngeres Publikum als der weißrussische Dienst von Radio Liberty erreichen, was sich im Stil des Programms auch deutlich bemerkbar macht. Trotz der angeblichen Sendeleistung von 350 kW kommt das Signal im Vergleich zu anderen, mit ähnlicher Sendeleistung ausgestatteten Stationen aus gleicher Entfernung/Lage, recht schwach im Rhein-Main-Gebiet an.

06.02.06
Deutschland (NRW):
Insider-Informationen zufolge will der Westdeutsche Rundfunk (WDR) neue Sendetechnik für seine Mittelwellensender besorgen. Hierbei berücksichtigt wird neben der für WDR 2 und Sondersendungen (einschl. zeitweiliger Übertragungen des Verkehrsinformationskanals VERA) genutzten Mittelwelle 720 kHz auch die Frequenz 1593 kHz, die in Langenberg zuletzt bis 1993 im Einsatz war. Damals musste die bis dahin auf 1593 kHz mit Leistungen von bis zu 800 kW betriebene Sendeanlage aus technischen Gründen (PCB-haltige Bauelemente und Asbest) stillgelegt werden. Daraufhin überließ der WDR diese Frequenz der Sendestation von Radio Free Europe in Holzkirchen, die dafür die zuvor von ihr genutzte Frequenz 720 kHz räumte, womit der WDR diesen Kanal schließlich ab September 1997 rund um die Uhr nutzen konnte.
Die neue Mittelwellentechnik des WDR besteht aus zwei Sendern mit einer Leistung von jeweils 100 kW, denen jeweils ein Reservesender (50 kW) zugeordnet ist. Die Ausrüstungen werden derzeit im Berliner Werk von Transradio (ehemals Telefunken; das Unternehmen musste diesen Namen zum 01.01.2006 aufgeben) geprüft. Gleichzeitig wird in Langenberg der vorhandene Sender für die Frequenz 720 kHz (Siemens, Baujahr 1978) umgesetzt, um Baufreiheit für den Einbau der neuen Technik zu schaffen. Das Antennenzubehör für einen Sendebetrieb auf 1593 kHz ist in Langenberg noch betriebsbereit vorhanden.
Welche Programme auf der reaktivierten Frequenz 1593 kHz in Langenberg künftig ausgestrahlt werden sollen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Kroatien: Hrvatski Radio hat seine seit Mitte Dezember 2005 ausgestrahlten Digitaltests auf der Mittelwelle 594 kHz ca. seit dem 25.01.2006 auf die Tagesstunden beschränkt.
Zunächst liefen diese Sendungen rund um die Uhr und hatten trotz der offiziell mit nur 10 kW angegebenen Sendeleistung erhebliche Störungen des auf gleicher Frequenz arbeitenden Hessischen Rundfunks verursacht, die sich sogar in Teilen des Sendegebietes (z.B. in Wiesbaden) noch unangenehm bemerkbar machten (Vgl. auch die AM-News vom 31.10.05). (Quelle für alle Meldungen: RBB-Medienmagazin)

03.01.06
Russland: Seit den Abendstunden des 29.12.2005 werden die Programme der Deutschen Welle (DW) in Moskau wieder auf der Mittelwelle 693 kHz ausgestrahlt. Wie die DW mitteilt, hat der russische Kommunikationsminister Leonid Reimann verfügt, das der Sendebetrieb bis zur Klärung aller rechtlichen Fragen vorläufig wieder aufgenommen werden kann.
Wie in den AM-News vom 28.12. berichtet, wurde der Moskauer Sender der DW zusammen mit allen anderen Mittelwellenfrequenzen der Sendestation Oktjabrskoje polje in der Nacht zum 22.12.2005 abgeschaltet, nachdem die Betriebserlaubnis für diese Sender am 21.12.2005 abgelaufen war. Unklar ist bislang, ob auch die BBC und Radio France Internationale mit ihren Moskauer Stadtfrequenzen 1260 bzw. 1440 kHz ebenfalls wieder on air sind, da diese Stationen ebenfalls Opfer der Sendeabschaltungen gewesen sind. (Quelle: RBB Medienmagazin)

Allen Hobbyfreunden wünsche ich an dieser Stelle alles Gute für das bevorstehende neue Jahr! 73 und 55 aus Frankfurt!