AM-News 2005
Für Informationen, die hier veröffentlicht werden sollen, bin ich dankbar. Mailt bitte an: schh@freenet.de
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28.12.05
Deutschland/BRB: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) stellt seine Sendungen auf Mittelwelle zum Jahresende ein. Die Frequenz 567 kHz wird am 31.12.2005 abgeschaltet.
Aufgenommen wurden die Mittelwellensendungen vom Standort Stallupöner Allee am Nordrand des Grunewalds im Jahre 1946 mit Übertragungen des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), wobei bis 1950 zunächst auf der Frequenz 1330 kHz gesendet wurde. Nach Anfangs 5 kW Sendeleistung wurde später, nachdem dann auf die Frequenz 566 kHz gewechselt wurde, auf 20 kW (1949) und schließlich 100 kW (1960) erhöht. Nach 1990 kam es aus Kostengründen zunächst zu einer Leistungsbeschränkung auf 50 kW, seit 1997 war auf 567 kHz schließlich noch ein Stadtsender mit ca. 2 kW in Betrieb. Bis August 1997 lief auf 567 kHz das Programm von Radio B2, seitdem wurde hier Radio Multikulti übertragen.

Dänemark: Danmarks Radio wird am 30.12.2005 letztmals Nachrichten in Fremdsprachen ausstrahlen. Die Einstellung dieser Sendungen gehört zu den Maßnahmen, mit denen Danmarks Radio bis zum Jahre 2007 umgerechnet ca. 12,7 Mio. Euro einsparen will. Gesendet werden die Nachrichten in Englisch, gefolgt von Arabisch, Urdu, Türkisch, Somali und Serbokroatisch, jeweils ab 10.30, 17.05 und 22.00 Uhr ME(S)Z auf der Mittelwelle 1062 kHz.
Noch keine endgültige Entscheidung gibt es zu weiteren Planungen, zum Jahresende 2006 den Sendebetrieb auf Langwelle 243 kHz und Mittelwelle 1062 kHz komplett einzustellen.


Russland: In der Nacht zum 22.12.2005 stellte die Mittelwellenstation Oktjabrskoje polje in Moskau ihren Sendebetrieb plötzlich und unerwartet ein. Betroffen sind hiervon sind unter Anderem die Deutsche Welle (DW; 693 kHz), die BBC (1260 kHz) sowie Radio France Internationale (RFI; 1440 kHz). Anlass für die Abschaltung der Sender ist nach bisherigen Informationen das Ende der bisherigen Sendegenehmigung für diese Anlagen, deren Gültigkeit bis zum 21.12.2005 befristet war. Russische Insider hatten die drohende Abschaltung der Sender schon Mitte Oktober diskutiert; bereits zu diesem Zeitpunkt soll vor diesem Hintergrund ein russischer Anbieter seine Ausstrahlungen über die Station Oktjabrskoje polje aufgegeben haben. (Quelle für alle Meldungen: RBB Medienmagazin)

11.12.05
Deutschland/SAL:
Ab 12. Dezember 2005 wird unser Hörfunk-Angebot um ein Informationsprogramm mit deutsch-französischer Akzentuierung erweitert:"Antenne Saar" heißt dieses in Kooperation mit Radio France Internationale (RFI), SWR cont.ra und dem ARD/ZDF-Ereigniskanal "Phoenix" erstellte Programm. "Antenne Saar" können Sie über den digitalen Verbreitungsweg DAB empfangen oder überall im Saarland auf der landesweiten Mittelwellenfrequenz 1179 kHz (nur in der Zeit von 08.00 bis 18.00 Uhr Ortszeit)
Alle halbe Stunde strahlt "Antenne Saar" in französischer Sprache zehnminütige
Nachrichtenreports mit Korrespondentenbeiträgen aus. Mittags wird ein halbstündiges Frankreich-Magazin unseres langjährigen Kooperationspartners Radio France Internationale übernommen. Weitere grenzüberschreitende und europäische Akzente setzen das in Kooperation mit RFI produzierte einstündige Frankreich-Magazin "En Direct", die gemeinsam mit "France Bleu Lorraine Nord" in Metz gestaltete Sendung "Ici e là" sowie die Sendereihe "Thema Europa". Hinzu kommen aktuelle Informationsformate, Diskussionssendungen, Dokumentationen, die von anderen Hörfunkprogrammen des SR übernommen und auf "Antenne Saar" wiederholt werden. Wichtiger Kernbereich des neuen Infoprogramms sind auch die regelmäßigen Übertragungen aus dem Saarländischen Landtag, aus dem Bundestag oder dem Bundesrat, sowie - in Kooperation mit "Phoenix" - die Übertragung wichtiger Pressekonferenzen, Tagungen oder Sonderereignisse, wie es 2006 der Katholikentag in Saarbrücken oder die Fußball-WM sein werden. (Quelle: SR)

01.12.05
Deutschland/BRB: Wie am 23.11. schon gemeldet, sendet DeutschlandRadio seit heute
auf Langwelle 177kHz täglich zwischen 04.00 und 01.00 Uhr UTC wieder analog, lediglich zwischen 01.00 und 04.00 Uhr UTC wird der Sender im digitalen DRM-Modus betrieben.

Deutschland/RLP: Berichten aus Insider-Kreisen zufolge erwägt auch der Südwestrundfunk, seine DRM-Sendungen auf Mittelwelle wieder einzustellen. Derzeit wird über die Sendestandorte Kaiserslautern und Wolfsheim auf 1485 kHz mit jeweils 1 kW Sendeleistung das Programm der Jugendwelle DasDing ausgestrahlt. (Quelle für alle Meldungen: SatelliFax Ausgabe Mittwoch, 30. November 2005)

23.11.05
Deutschland/BRB: Wie in der aktuellen Ausgabe des „Radio-Kurier“ nachzulesen ist,  will das Deutschlandradio seinen Langwellensender 177 kHz bis auf eine dreistündige Testperiode in der Nacht künftig wieder in analoger Amplitudenmodulation betreiben, nachdem für das derzeit verwendete Digitalverfahren Digital Radio Mondiale (DRM) nach wie vor keine Empfänger erhältlich sind.
Wie an anderer Stelle auf dieser Seite bereits berichtet wurde, wird seit dem 29.08.2005  auf 177 kHz das um verschiedene Sondersendungen ergänzte Programm des Deutschlandradios Kultur rund um die Uhr digital ausgestrahlt. Geeignete DRM-Empfänger waren auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) zunächst für das Weihnachtsgeschäft in Aussicht gestellt worden. Dies wurde mittlerweile revidiert und verschiedene, sich widersprechende Quellen gehen von einem Verkaufsstart zwischen Jahresbeginn und Frühjahr 2006 aus. Das Ganze nimmt langsam wirklich groteske Züge an und ich glaube erst dann an DRM-Geräte, wenn ich sie in den Verkaufsregalen sehe (und natürlich auch kaufen kann).

Niederlande: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Niederlande wird nach einer Meldung von Radio Nederland Wereldomroep die Verbreitung seines Programms Radio 747 AM auf den Mittelwellen 747 kHz (Sender Flevo-Zeewolde, Leistung 400 kW) und 1251 kHz (Sender Hulsberg, 10 kW) voraussichtlich im Jahre 2007 einstellen, um die Sendermieten von jährlich zwei Millionen Euro einzusparen. Damit wäre das Programm terrestrisch nur noch über das Digitalradio DAB zu empfangen. (Quelle: RBB Medienmagazin)

Schweiz: Wie in der A-DX-Liste zu erfahren war, wird der Mittelwellensender Savièse/Wallis (1485 kHz, 1 kW) zum Jahresende 2005 still gelegt. Derzeit wird über diesen Sender noch das französischsprachige Programm RSR Option Musique übertragen.

Auch dieses Jahr hat die beste Frau von Allen heute Geburtstag. Petra, ich wünsche Dir (und uns) noch viele glückliche Stunden/Tage/Jahre. So was Wunderbares wie Dich gibt´s nur einmal auf der Welt!

31.10.05
Deutschland/SAL: In der vergangenen Woche wurden erstmals der neue Mittelwellensender des Saarländischen Rundfunks auf 1179 kHz getestet. Ausgestrahlt wurde dabei das Programm von SR3 Saarlandwelle (Siehe zu diesem Thema auch die Meldungen vom 28.02. und 06.03.05).
Sendestart des für diese Frequenz vorgesehenen Info-Programms soll noch in diesem Jahr sein.

Kroatien: Seit Anfang Oktober wird das auf Mittel- und Kurzwelle von Hrvatski Radio (u.a. auf 1134, 6165 und 9830 kHz) verbreitete Programm „Glas Hrvatske“, auch über die MW-Frequenz 1143 kHz verbreitet. Nach Recherchen des Medienjournalisten Bernd Trutenau handelt es sich hierbei um den Sender Osijek, der bislang auf der Frequenz 594 kHz (10 kW) aktiv war, die aber ab Dezember 2005 für DRM-Tests genutzt werden soll.
Beobachter verweisen auf die von ihnen beobachteten Signalstärken der Ausstrahlung auf der 1143 kHz, die nicht wirklich zu der für den Sender Osijek  angegebenen Sendeleistung von lediglich 10 kW passen. Nach Einschätzung von Experten handelt es sich angesichts eines typischen Störtons (Brummen) aber tatsächlich um den bisher auf 594 kHz eingesetzten Sender.
Nach offiziellen Angaben ist in Osijek noch ein zweiter, ebenfalls 10 kW starker Sender auf 1557 kHz in Betrieb. Als einziger Mittelwellensender von Hrvatski Radio überträgt er nicht „Glas Hrvatske“, sondern das Programm von Radio Osijek.
Zur Erinnerung: Auf der Frequenz 1143 kHz war bis 1991 ein Großsender (300 kW) im kroatisch-serbischen Grenzort Tovarnik aktiv, der jedoch damals bei Kampfhandlungen schwer beschädigt und nicht wieder aufgebaut wurde.

Niederlande: Radio Nederland Wereldomroep (RNW) hat in der Nacht zum 30.10.2005 seine Sendungen auf Mittelwelle eingestellt. Die bislang über den englischen Sender Orfordness auf 1296 kHz ausgestrahlte Morgensendung in Holländisch konnte nicht länger aufrechterhalten werden, da diese Frequenz jetzt von der BBC bereits ab 07.00 Uhr mit DRM-Sendungen belegt wird. Ebenfalls eingestellt wurde die Abendsendung in Englisch, die bislang von 23.00 bis 00.00 Uhr UTC im Rahmen eines Sendezeittausches mit Radio Schweden über den Mittelwellensender Sölvesborg (1179 kHz; 600 kW) verbreitet wurde. (Quelle für alle Meldungen: RBB Medienmagazin)

10.10.05
Portugal: Rádio Comercial, der führende kommerzielle Rundfunkveranstalter in Portugal, hat eine neue Sendeanlage für seine Mittelwelle 1035 kHz in Betrieb genommen. Nach Informationen des Radioexperten Carlos Gonçalves wurde die alte Sendestation in Porto Alto, etwa 20 km nordöstlich von Lissabon, demontiert und durch eine vollständig neue, 100 kW starke Anlage ersetzt. Standort des neuen Senders ist Belmonto bei Benavente, 9 km nordöstlich der alten Station. Dadurch sind die Chancen, einen weiteren portugiesischen MW-Sender in unseren Breiten zu hören, wesentlich gestiegen, da in Portugal neben dieser neuen Sendeanlage nur noch ein weiterer Großsender auf der Mittelwelle besteht, der vom katholischen Rádio Renascença in Muge, etwa 45 km nordöstlich von Lissabon betrieben wird. Dort steht für die Mittelwelle 594 kHz eine Anlage mit einer Leistung von 100 kW bereit, die normalerweise mit etwa 60 bis 70 kW betrieben wird, jedoch hier praktisch unhörbar ist, da der Hessische Rundfunk die gleiche Frequenz verwendet.
(Quelle: RBB Medienmagazin)

14.09.05
Deutschland/RLP/NRW: Die Reparaturen am Mittelwellensendemast von AFN Kaiserslautern sind beendet. AFN ist auf der 1107 kHz seit einigen Tagen wieder zu hören. Seit gestern schweigt die Mittelwellenfrequenz 1143 kHz in Mönchengladbach (AFN Shape). Dort stehen mehrwöchige Reparaturarbeiten an.

Deutschland/BER/BRB: Der Langwellensender Zehlendorf bei Oranienburg auf 177 kHz wurde zum 29.08.2005 auf reinen DRM-Betrieb umgestellt und ist damit in herkömmlichen Empfängern nur noch als lautes Rauschen zu vernehmen. 
Die Mittelwelle Berlin-Britz 855 kHz ist ab dem 29.08.2005 ebenfalls ausschließlich im DRM-Modus in Betrieb  und überträgt seitdem das Programm des Deutschlandfunks. Die bisher auf diesem Kanal verbreiteten Sondersendungen laufen künftig auf der Frequenz 990 kHz, die weiter mit analoger Amplitudenmodulation im Einsatz bleibt.
(Quelle: RBB Medienmagazin)

Niederlande: Die Mittellwelle 1395 kHz (Trintelhaven, 20 kW) wurde vor zwei Tagen abgeschaltet. Somit ist momentan leider kein Empfang von Radio "BigL" London möglich. Diese Station hat die Sendeanlage Trintelhaven angemietet. Grund für die Abschaltung sind offenbar Streitigkeiten über die Höhe der Sendermiete. Am Freitag, so wird in diversen Foren kolportiert, soll es ein klärendes Gespräch über die Mietfrage geben.

27.08.05
Deutschland/RLP: Wie AFN Kaiserslautern mitteilt, sind die Schäden an der Mittelwellenantenne größer als vermutet und erfordern umfangreichere Sanierungsmaßnahmen an dem fast 50 Jahre alten Sendemast. Man ist aber bemüht, so schnell wie möglich wieder auf Sendung zu gehen.

19.08.05
Deutschland/BWÜ: Am 15. August ging Truck Radio in Stuttgart-Hirschlanden auf der Frequenz 738 kHz auf Sendung. Die Sendeleistung beträgt, genau wie seinerzeit bei Mega-Radio, 5 kW. Im Rhein-Main-Gebiet ist der Sender tagsüber noch schwach zu hören. In den Nachstunden dominiert nach wie Vor RNE aus Barcelona.

31.07.05
Slowakische Republik/Lettland: Seit dem 20.07.2005 werden Sendungen des Projektes Radio Tatras International auch über den lettischen Mittelwellensender Kuldiga auf 1350 kHz (Leistung: 50 kW) verbreitet. Zuvor war die im Januar 2005 durch einen Sturm beschädigte Antennenanlage im erforderlichen Umfang wieder hergerichtet worden. Im Rhein-Main-Gebiet ist der Sender recht brauchbar hörbar, da sich die auf gleicher QRG sendende Station "Radio Orient" aus Nizza (F) gut ausblenden lässt.

Deutschland/BWÜ: Seit Anfang Juli ist nun die MW 666 kHz nachts definitiv abgeschaltet. Begründet wird diese Maßnahme nun mit den nach Ansicht des SWR zu niedrig ausgefallenen Gebührenerhöhungen und den gleichzeitig gestiegenen Betriebskosten, die mit der nächtlichen Abschaltung kompensiert werden sollen.

25.06.05
Deutschland/RLP: Wie auf der Webseite von AFN Kaiserslautern nachzulesen ist, wurde die MW 1107 kHz wegen umfangreicher Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Sendeantenne Anfang Juni für die Dauer von vier Wochen abgeschaltet. Es ist also in Kürze mit der Wiederinbetriebnahme des Senders zu rechnen. Weitere Infos unter: http://www.afneurope.net/Kaiserslautern/

Deutschland/HES: Auch die Leistungsreduzierung des AFN-Senders Oberursel-Weißkirchen (873 kHz) war nur vorübergehender Natur. Man sendet offensichtlich wieder mit 150 kW. Zumindest sprechen die Empfangsbeobachtungen aus weiter entfernten Gebieten hierfür. Gründe für die temporäre Leistungsreduzierung sind immer noch nicht bekannt.

10.06.05
Deutschland/HES/RLP/BWÜ:
Bislang unbestätigte Meldungen scheinen sich zu bewahrheiten: Der Sender Oberursel-Weißkirchen des AFN (873 kHz, Programm: Power Network) wurde in der Sendeleistung heruntergefahren. Diese soll jetzt nur noch 50 kW betragen. Beobachtungen über Empfangsbeeinträchtigungen in bislang noch gut versorgten Randgebieten und besonders in den Nachtstunden, bestätigen dies.
Vor einigen Tagen wurde die Mittelwelle Kaiserslautern (1107 kHz, Programm AFN Power Network) abgeschaltet. Ob es sich hier um eine endgültige Maßnahme oder lediglich um Wartungsarbeiten handelt, ist noch unklar.
Anders, als am 20.05.05 berichtet, schaltet der SWR seine Mittelwellenfrequenz 666 kHz nun doch nicht in den Nachtstunden ab. Auch ein entsprechender Hinweis auf der SWR-Homepage wurde gelöscht.

20.05.05
Deutschland/BWÜ: Ab 01.06.2005 wird der MW Bodenseesender (666 kHz; 150 kW) nachts abgeschaltet. Genaue
Abschaltzeiten werden auf http://www.swr.de/frequenzen/hinweise/index.html noch bekannt gegeben. (Quelle: Bernhard Weiskopf via A-DX-Liste). Anmerkung hierzu: Ich vermute mal ganz stark, dass sich die Abschaltzeiten an denen der Frequenzen Baden-Baden (1485 kHz) und Freiburg (828 kHz) orientieren werden, die Montags bis Freitags von 23.00 bis 05.00 Uhr und Samstags/Sonntags von 23.00 bis 07.00 Uhr Ortszeit "off Air" sind.

Niederlande: Seit 17.05.05 ist Radio London wieder auf der 1395 kHz zu hören. Das Signal kommt für nur 25 kW erstaunlich gut im Rhein-Main-Gebiet an.

16.05.05
Niederlande: Am 14.05.2005 nahm die Neuversion des früheren Seesenders Radio London ("Big L") ihren offiziellen Betrieb auf Satellit und Mittelwelle auf. Zuvor liefen am 12. und 13. Mai kurze Testsendungen. Gesendet wird über die holländische Station Trintelhaven auf 1395 kHz (25 kW). Früher wurden auf dieser Frequenz unter anderem das Business Nieuws Radio und kurzfristig Radio 10 Gold ausgestrahlt.
Leider war die Freude über die "Wiedergeburt" von Big L nur von kurzer Dauer, denn am Nachmittag des 14.05.2005 kam es zu einem totalen Senderausfall, der auch heute noch andauert. Als Ursache für diesen Ausfall werden Unregelmäßigkeiten in der Kühlung des Senders genannt, die zur Überhitzung und in der Folge zur Beschädigung von Baugruppen führten. Der niederländische Senderbetreiber Nozema ist schon dabei, diesen Schaden zu beheben und in einigen Tagen dürfte Big L auch wieder auf Mittelwelle zu hören sein.

07.05.05
Niederlande: Radio Waddenzee hat zu Beginn diesen Monats auf 1602 kHz mit Testsendungen begonnen. Nähere Informationen zu Sender und Programm bietet das Internet. Die URL lautet: http://www.radiowaddenzee.nl/ 

23.04.05
Deutschland/NRW:
Die lange Zeit vom WDR angekündigte Leistungserhöhung des MW-Senders Langenberg (720 kHz) auf 200 kW ist endgültig vom Tisch. Es soll bei der bisherigen Sendeleistung von 63 kW bleiben, nicht zu letzt aus Umweltschutzgründen. (Quelle: Wolf Scheuermann)

Deutschland/SAN: Die Versammlung der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) hat am 06.04.2005 zwei derzeit stillstehende Mittelwellenfrequenzen am Standort Burg bei Magdeburg neu vergeben.
Die Frequenz 531 kHz ging an Truckradio, einen bereits in Nordrhein-Westfalen über die Mittelwellen Jülich 702 kHz und Nordkirchen 855 kHz aktiven Veranstalter. Die 531 soll mit 100 kW Sendeleistung "gefahren" werden.
Die bis April 2003 von Mega-Radio genutzte Frequenz 1575 kHz wurde an Oldiestar vergeben. Die Sendeleistung soll, wie gehabt, 250 kW betragen.

Monaco/Vatikan: Radio Vatikan hat den zusätzlichen Einsatz der Mittelwelle 702 kHz des Senderbetreibers Monte-Carlo Radiodiffusion (MCR) wieder aufgegeben, nachdem die ebenfalls von MCR angemietete Frequenz 1467 kHz (Standort Roumoules, 1000 kW) nicht mehr durch Ausstrahlungen des moldawischen Sendezentrums Grigoriopol gestört wird. Die stundenweise Belegung der Frequenz 702 kHz mit dem Programm von RMC Info wurde ebenfalls wieder eingestellt.
Dafür überträgt der Sender am Standort Col de la Madonne bei Monaco auf 702 kHz jetzt zwischen 21.00 und 23.00 Uhr das Hörfunkprogramm der „Overcomer Ministry“ des US-amerikanischen Endzeitpredigers R. G. Stair. 

Lettland: Der britische Hörfunkproduzent Eric Wiltsher kündigte an, sein neues Projekt Radio Tatras International (RTI) werde auch auf der Mittelwelle 1350 kHz verbreitet. Schon eine andere Privatstation bemühte sich bereits Ende 2004 um eine Nutzung des für die Frequenz 1350 kHz bestimmten 50 kW-Senders am westlettischen Standort Kuldiga. Allerdings ist jedoch die Mittelwellenantenne in Kuldiga bei einem Sturm im Januar 2005 so schwer beschädigt worden, dass der lettische Senderbetreiber seine Pläne zur Wiederrichtung des Senders aus Kostengründen auf Eis gelegt hat. RTI sendet in der Slowakei auf UKW sowie zeitweise auf Kurzwelle auf 9290 kHz (Standort Riga-Ulbroka). (Quelle für alle drei Meldungen: RBB Medienmagazin)

01.04.05
Deutschland/NSA: So schnell kann´s gehen: Seit heute sendet die Stimme Russlands auf 630 kHz über den Sender Königslutter (siehe Meldung vom 06.03.). Das Signal ist auch im Rhein-Main-Gebiet noch zu empfangen, aber deutlich schwächer als zu Mega-Radio-Zeiten

Deutschland/BAY: Pünktlich zu Beginn des Sommerfahrplans am 27.03.05 wurde der Sender Ismaning von VoA abgeschaltet. Damit ging eine über 50-jährige Ära zu Ende. Der Sender soll demontiert und anderweitig wieder aufgebaut werden. Was mit der nun frei gewordenen Frequenz wird, weiß man noch nicht.

14.03.05
Deutschland/BAY: Wie mehrere, gewöhnlich gut unterrichtete, Quellen heute berichten, wird der Mittelwellensender Ismaning 1197 kHz in der Nacht zum 27.03.2005 seinen Betrieb einstellen. Im Sendeplan des US-Auslandsrundfunks für die Sommerperiode 2005 sind jedenfalls keine Ausstrahlungen über diese Frequenz mehr vorgesehen.
Bereits seit 1949 wird die Frequenz 1197 kHz von der Voice of America (VoA) vom Standort Ismaning bei München genutzt. Über viele Jahre übertrug die VoA neben englischen Sendungen auch Programme in Polnisch, Tschechisch und Slowakisch sund zeitweise auch in Deutsch. 
In den 90er Jahren wurde, einhergehend mit den kriegerischen Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien, mit gemeinsamen Sendungen für die Balkanstaaten von der VoA und von Radio Free Europe (RFE) auf 1197 kHz begonnen, die nun mit der Stillegung des Senders ebenfalls wegfallen. Interessant dürfte sein, ob die dann freie Frequenz irgendwann anderweitig genutzt wird.

Deutschland/BRB: Seit heute wird über die Langwelle 177 kHz von Deutschlandradio Kultur, vermutlich versuchsweise, in DRM gesendet. Gegen 18 Uhr wurde jedenfalls wieder auf analogen Modus umgeschaltet und wir sind natürlich alle gespannt, wie es weiter geht.

Luxemburg: Die Fernmeldeverwaltung Luxemburgs hat bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) eine Langwellen- und drei Mittelwellenfrequenzen neu für eine künftige Nutzung mit hohen Sendeleistungen angemeldet.
Es handelt sich hier um die Langwellenfrequenz 279 kHz mit 300 kW sowie die Mittelwellenfrequenzen 567, 783 und 1098 kHz mit jeweils 250 kW und verschiedenen Antennendiagrammen. Als Senderstandort wurde für die Mittelwellen der einige Kilometer westlich der bestehenden Sendeanlage Marnach gelegene Ort Clervaux (Clerf) angegeben. Die Langwelle ist für die Sendestation Junglinster eingetragen. Da auch nachts gesendet werden soll, dürfte sich zumindest auf den Mittelwellenfrequenzen Einiges an Kuddelmuddel anbahnen, da hier noch weitere leistungsstarke Stationen präsent sind (Athlone/Irland auf 567 kHz, Burg auf 783 kHz und Radio Slovensko auf 1098 kHz). Auch die (unbestätigte) Ausstrahlung im DRM-Modus dürfte durch die zu erwartenden Interferenzen keinen Hörgenuss bieten. (Quellen: RBB Medienmagazin/Radioforum)

06.03.05
Deutschland/SAL:  Nachtrag zur Meldung vom 28.02.: Der SR plant, am Standort Heusweiler auf 1179 kHz einen MW-Sender mit einer Leistung von 10 kW in Betrieb zu nehmen. Das medienrechtliche Verständigungsverfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Sendegebiet ist das Saarland, gesendet wird nur tagsüber von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr ME(S)Z. (Quelle: Bernhard Weiskopf via Radioforum)

Deutschland/NSA: Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) hat die momentan nicht benutzte Mittelwellenfrequenz 630 kHz für eine auf zwei Jahre befristete Zuweisung ausgeschrieben. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der  07.03.2005. Wie gemutmaßt wird, soll dieses erst Anfang Februar 2005 eingeleitete Vergabeverfahren seinen Hintergrund in einem Interesse der Stimme Russlands an dieser Frequenz haben.
Bis 1997 wurden auf 630 kHz über einen Sender des NDR in der Nähe von Dannenberg tagsüber teils Eigenprogramme, teils Übernahmen vom Sender Freies Berlin ausgestrahlt. Von Mai 2001 bis zu dessen Einstellung im April 2003 lief auf dieser Frequenz das Programm von Megaradio; der Sendestandort wurde eigens hierfür nach Königslutter bei Braunschweig verlegt. (Quelle: RBB Medienmagazin)

28.02.05
Deutschland/SAL: Zehn Jahre, nachdem sich SR 1 Europawelle Saar von der Mittelwelle verabschiedete, wird der Saarländische Rundfunk eben dorthin zurückkehren. SR-Intendant Raff kündigte am 21.02.2005 den Start einer „wortgeprägten Infowelle“ in den kommenden Monaten an.
Dieses neue Programm soll einen „vorwiegend deutsch-französischen Charakter“ aufweisen. Sechs tägliche Nachrichtensendungen in französischer Sprache und in Kooperation mit Radio France Internationale zusammengestellt, sollen diesen Charakter unterstreichen. Eine Übernahme der nach wie vor produzierten, von RFI selbst aber nicht mehr terrestrisch verbreiteten deutschsprachigen Sendungen ist aber offensichtlich nicht beabsichtigt.
Das neue Programm soll auf einer neu in Betrieb zu nehmenden MW-Frequenz ausgestrahlt werden. Gerüchte verdichten sich, dass hierfür die 1179 kHz zum Einsatz kommen soll. Hier sendet jedoch auch der Auslandsdienst von Sveriges Radio, was zum Einen die Reichweite des neuen SR-Programmes ziemlich einschränken und zum Anderen den Empfang aus Schweden in Südwestdeutschland beeinträchtigen wird. Na ja, noch sind es ja nur Gerüchte... Fest steht jedoch, dass auf der leistungsstarken, dem SR gehörenden Frequenz 1422 kHz auch weiterhin der Deutschlandfunk übertragen wird. (Quelle: diverse)

19.02.05
Frankreich: Am 7. Februar hat RMC Info seinen Sender Nancy-Ludres auf MW 1485 kHz (1 kW) in Betrieb genommen. 
Am 16. Februar hat nun RMC Info auch noch seinen Sender in Brest, ebenfalls 1485 kHz (1 kW), aktiviert. Jetzt laufen also alle 5 lizenzierten neuen MW-Sender von RMC Info. (Quelle: Christian Brülhart via
Radioforum)

14.02.05
Moldawien: In der Republik Moldawien wurde am 09.02.2005 die über die Sendestation Grigoriopol bislang genutzte MW-Frequenz 1467 kHz durch die neue QRG 1566 kHz ersetzt. Ausgestrahlt werden hier zwischen 18.00 und 21.00 Uhr UTC Programme der Stimme Rußlands in Bulgarisch und Griechisch. 
Auf der bisherigen Frequenz kam es zu starken gegenseitigen Störungen mit dem ebenfalls auf 1467 kHz aktiven Großsender Roumoules in Frankreich, der zu dieser Zeit Programme von Radio Vatikan ausstrahlt. Daher begann Radio Vatikan erst vor wenigen Wochen, diese Sendungen versuchsweise auch über Anlagen bei Monaco auf 702 kHz zu übertragen.
Neben dem jetzt auf 1566 kHz aktiven Sender werden in Grigoriopol/Majak weitere leistungsstarke Mittelwellensender auf 999 und 1548 kHz betrieben. (Quellen: A-DX-Liste und RBB Medienmagazin)

04.02.05
Deutschland/BER:
Seit heute sendet DeutschlandRadio Berlin wieder auf der Ende letzten Jahres abgeschalteten MW-Frequenz 990 kHz.

24.01.05
Deutschland/BWÜ: Am Vormittag des 18.01.2005 wurde über den Sendestandort Stuttgart-Hirschlanden ein Testprogramm über die derzeit inaktive Mittelwellenfrequenz 738 kHz gesendet. Als Modulation wurde hierbei das ebenfalls von diesem Standort auf 1143 kHz ausgestrahlte Programm von AFN Power Network verwendet.
Die Frequenz 738 kHz wurde am 16.01.2002 für Megaradio (Leistung: 5 kW) aufgeschaltet, verstummte aber ebenso wie alle anderen Megaradio-Frequenzen, mit dessen Einstellung am 04.04.2003 (siehe Archiv).
Der jetzige Test, so wird gemutmaßt, dürfte in Zusammenhang mit Planungen von Truckradio stehen, das seit dem 06.12.2004 über die Mittelwellen Jülich 702 kHz und Nordkirchen 855 kHz sendet. Auf der Homepage dieses Senders ist diese Frequenz schon präsent, sodass mit einer baldigen Inbetriebnahme zu rechnen sein wird. (Quelle: RBB Medienmagazin, Wiesbadener via Radioforum)

Italien: Frequenzwechsel am Standort Budrio bei Bologna: Die bisher genutzte Mittelwellenfrequenz 1116 kHz (60 kW) wurde jetzt durch die im letzten Jahr abgeschaltete Frequenz 567 kHz (20 kW) ersetzt. Nachdem im Mai 2004 die Mittelwellenlandschaft in Italien neu geordnet wurde, war auf der 567 kHz zunächst nur noch der Standort Caltanissetta auf Sizilien (10 kW) aktiv.
In Caltanissetta wurde unterdessen der Betrieb der Langwelle 189 kHz am 19.01.2005 endgültig eingestellt. (Quellen: Stefano Valianti , Roberto Scaglione via RBB Medienmagazin)

02.01.05
Allen Freunden und Besuchern dieser Seite wünsche ich auf diesem Weg ein gutes neues Jahr. Für die zahlreichen Hinweise und Tips, die mich in der Vergangenheit erreichten, danke ich recht herzlich. Ohne sie wäre eine solche Seite nicht denkbar.

Luxemburg: Auf der MW 1440 kHz wird seit Jahresbeginn zeitweise im DRM-Modus gesendet. Zwischen 00.00 und 04.00 (Sonntags bis 04.30) Uhr UTC sowie in der Zeit von 08.00 bis 17.00 Uhr UTC ist das deutsche Programm von RTL in digitaler Qualität zu hören; ein DRM-taugliches Runfunkgerät vorausgesetzt. Die Missionsprogramme sowie die Sendungen von Radio China International werden wie gewohnt analog übertragen.

Deutschland/BAY: Entgegen allen Befürchtungen wurde die Kurzwelle 6085 kHz des Bayerischen Rundfunks nicht abgeschaltet. Eine Entscheidung über den Fortbestand des KW-Senders, eventuell im DRM-Modus, soll im Frühjahr erfolgen.

Deutschland/BER: In der Nacht zum 23.12.04 kam es an der Sendeanlage Berlin-Britz zu einem Riss an einem Abspannseil des größeren der beiden Sendemasten. Von hier aus wird normalerweise das Programm des Deutschlandradios (MW 990 kHz) übertragen. Trotz sofortiger Sicherungsmaßnahmen kann der Sender bislang nicht wieder in Betrieb genommen werden. Ersatzweise wird über den anderen Sendemast das Programm des DLR rund um die Uhr auf der MW 855 kHz ausgestrahlt.